Dienstag, 23. April 2013

April-Blogger schenken Lesefreude

Der Welttag des Buches ist wie der Name schon verrät, ein weltweiter Feiertag, der dem Lesen, Büchern und Autoren gewidmet ist. Unzählige Blogger zelebrieren jedoch täglich ihre Liebe zur Literatur, sodass es eigentlich kein Wunder ist, dass 2013 erstmalig die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“, initiiert von den beiden Bloggerinnen Christina und Dagmar, auf über 900 Blogs startet.

Zwar landen auf meinem Blog verhältnismäßig wenige Rezensionen, doch auch ich lese für mein Leben gern und möchte ein Buch verlosen, das mich 2012 sehr beeindruckt und noch lange gedanklich begleitet hat: Vollendet von Neal Shusterman.

Neil Shustermans Szenario in Vollendet ist realistisch, erschreckend, schrecklich, spannend und emotional aufwühlend. Nie weiß man, was einen auf der nächsten Seite erwartet, und man wird immer wieder überrascht, auch von seinen eigenen Gedanken und Gefühlen, die beim Lesen ausgelöst werden.


Meine vollständige Rezension kann man hier nachlesen.

Wer gerne in den Lostopf möchte, um Vollendet von Neal Shusterman zu gewinnen (ohne Dekoration), und eine Adresse in Deutschland hat, kommentiert einfach unter diesem Beitrag bis zum 30.04.2013 um 23:59 Uhr mit hinterlegter Kontaktmöglichkeit. Am 01.05.2013 wird ausgelost, viel Glück! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

An dieser Stelle noch ein Dankeschön an Christina und Dagmar für die tolle Aktion und danke an meinen lieben Papa, der Vollendet für mich beim Bücher-Oxfam gerettet hat :c)

Montag, 22. April 2013

April-Buch 2

16 und immer noch ungeküsst, Lilia hat es satt! Hinzu kommt noch, dass sie an ihrem Geburtstag allein auf ihrem Zimmer versauert, anstatt mit ihren Freunden Dana, Maiken und Tom eine coole Party zu feiern. Als sie nach einer vergeigten Klassenarbeit ein Bioreferat mit dem Thema "Balzverhalten im Tierreich" aufgebrummt bekommt, nimmt sie ihre Forschungsarbeit als willkommenen Anlass für Experimente in der Praxis - mit ihren Klassenkameraden!

Meine Meinung:
Lilia ist eine sympathische 16-jährige, chaotisch, selbstkritisch, witzig und auch ein bisschen naiv. Mit den Jungs hat es bislang noch nicht geklappt, auch wenn sie einen guten Stand in der Klasse und in ihrer Clique hat. Sie erzählt ihre Geschichte in der Gegenwartsform anhand von Tagebucheinträgen aus der Ich-Perspektive. Gegliedert nach Datum und Uhrzeit erfährt man ihre Gedanken, ungefiltert und umgangssprachlich, wie sie dem Kopf eines Teenagers entspringen zu scheinen. Illustriert wird dies von kleinen, passenden Kritzeleien am Seitenrand.

„0.20 Uhr Gähn. Ich glaub... Waaah! Mama! Brüllt! Spät! Bett! Morgen! Schule! Grrr. Zurückgebrüllt! Ich! Bin! 16! Und gehe! Ins Bett! Wann! Ich! Will!!!!!!!!!!!“

(Seite 18)

Auch wenn Lilia vordergründig ein junges Mädchen mit den typischen Problemen einer Heranwachsenden - Schule, Familie und Jungs - ist, so kann man die Ausgangssituation in ähnlicher Form ebenfalls in Frauenromanen wiederfinden. Die unsichere, chaotisch-liebenswerte weibliche Hauptfigur hadert mit ihrem Schicksal und will dem mit ungewöhnlichen Mitteln Abhilfe schaffen. Durch experimentelle Handlungen wird allerhand Verwirrung gestiftet, ein Missverständnis folgt dem nächsten und natürlich gibt es den Jugendfreund aus Kindertagen, der Lilia stets treu zur Seite steht und sich seine ganz eigenen Gedanken macht, die mithilfe von strategisch in der Handlung platzierten E-Mails verdeutlicht werden.





Nichtsdestotrotz sind die Abenteuer von Lilia für Jung und Alt unglaublich unterhaltsam und lesenswert. Es macht einfach Spaß, den stellenweisen wirren Gedanken der 16-jährigen zu folgen (und sich als Erwachsene an Ähnliches aus der eigenen Jugend zu erinnern) und mitzufiebern, wann und von wem sie ihren ersten Kuss bekommt. Nicht nur mit Lilia wird eine Identifikationsfigur geschaffen, auch ihre Familie, die kleine kluge Schwester Rosalie und Florian, genannt Flokati, der große lässige Bruder, sowie ihre Freunde wie der unkomplizierte Tom, die träumerische Maiken und die tolerante Dana erhalten eine erzählerische Tiefe. Einen Rahmen bilden zudem lustige Begebenheiten aus dem Tierreich, die sogleich von Lilia auf die Welt der Menschen übertragen werden.

„Ein amerikanischer Psychologe will herausgefunden haben, warum Männer früher sterben als Frauen: weil sie balzen. Männchen, egal ob Tier oder Mensch, verhalten sich im Liebesrausch so hirnlos, dass sie Leib und Leben riskieren. Bären zum Beispiel können bei der Partnersuche zum Problembär werden und müssen erschossen werden. Au weia!“
(Seite 117)

Ausstattung:
Das bedruckte Hardcover ist ein richtiger Eyecatcher für Teenie-Mädels - auf hellem, rosa auslaufendem Grund befinden sich zahlreiche Kussmünder in verschiedensten Lippenstiftfarben, die zusammen mit dem Titel lackiert wurden. Die Vor- und Nachsatzblätter sind passend dazu in einem knalligen Pink gehalten. Um den Tagebuch-Charakter der Geschichte zu unterstreichen, sind die Kapitel in Tage mit Datum unterteilt und die einzelnen Abschnitte nach Uhrzeiten gegliedert. Kapitelüberschrift und ein kleiner Einleitungstext sind in einer Schreibschrift gesetzt, witzige Zeichnungen lockern den Lesefluss zusätzlich auf. Insgesamt ist es eine sehr ansprechende Gestaltung, die optimal auf die Zielgruppe zugeschnitten wurde.

Fazit:
Waaah! Ein offenes Ende!!! Lilias erstes Abenteuer beginnt ungeküsst an ihrem 16. Geburtstag und endet nach vielen witzigen Verwicklungen und Wendungen... unnötig offen! Der nächste Band erscheint hoffentlich bald!



Mara Andeck
Wen küss ich und wenn ja, wie viele; Band 1
Boje Verlag
239 Seiten
Hardcover
ISBN-13: 978-3-414-82350-2
Cover © Boje Verlag

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Freitag, 19. April 2013

April-Gesicht

Dieser fröhliche rote Geselle lebt in New York und steht dort wie ein Fels in der Brandung.


Dienstag, 16. April 2013

April-Frühling

Und schon ist er da, der Frühling!


Das Bild gibt's auch hier.

Freitag, 12. April 2013

April-Lied

Da mich dieser Ohrwurm schon seit einiger Zeit begleitet, muss er nun ans Tageslicht!

Mittwoch, 10. April 2013

April-Buch

Wir befinden uns in den 90ern und Charlotte, genannt Puppe, ist 21, wohnt in ihrer ersten eigenen Wohnung und studiert irgendwas mit Design oder Fotografie. So wirklich wichtig ist es noch nicht, was später einmal sein wird, denn Puppe genießt vor allem eins – ihr Leben! Und ihr Leben, das heißt Rock 'n' Roll, Punk, Metal und Grunge, Abhängen mit den wilden Jungs rund um ihren Freund Jan und manchmal auch mit Mädels, Trinken, Party feiern und auf verrauchte Konzerte gehen. Es ist eine Zeit der Veränderungen und des Erwachsenwerdens, Puppe lebt, liebt, riskiert etwas, gewinnt und verliert. Dazu läuft ihr ganz persönlicher Soundtrack mit Bands wie Pantera, Nine Inch Nails, Nirvana, Type 0 Negative und den Ramones.

Meine Meinung:
Ich bin zwar etwas jünger als die Protagonistin des Romans, habe aber die 90er sehr bewusst als Teenager und angehende Erwachsene erlebt und konnte mich deshalb sehr gut in Charlotte und diese Zeit hineinversetzen. River Phoenix und Kurt Cobain waren für mich ebenfalls Stars, deren Tod mich bewegt hat, einige der Lieder aus der Playlist, die zum Teil im Inhaltsverzeichnis sortiert nach Kapiteln genannt werden, hörte ich (damals wie heute) mit großer Begeisterung. Liebeskummer, die erste große Liebe und der plötzliche Verlust von nahe stehenden Menschen prägten nicht nur die Hauptfigur des Romans, sondern auch mich.

Die Geschichte wird in der Gegenwartsform aus der ersten Person von Puppe erzählt. Der Stil ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig: der Satzbau ist knapp und schnörkellos, die Gedanken der Hauptfigur werden dem Leser direkt inmitten des Textes präsentiert, oftmals umgangssprachlich und flapsig formuliert mit Modewörtern, die entweder zeitlich den 90ern oder der Region um Hamburg zuzuordnen sind. Auch werden gern zur Betonung VERSALIEN verwendet, die einen beim Betrachten fast ANSCHREIEN. Nichtsdestotrotz kommt man gerade durch die direkte und offene Erzählweise von Puppe gut in die Handlung und befindet sich schnell inmitten der 90er.

„Das Bad: blau gekachelt mit Fischen und kleinen Wellen auf den Kacheln, nach Fa-Seife duftend, die mit einem Magneten am Seifenhalter hängt, und nach 00-WC-Reiniger, mit Plüsch-Klodeckelbezug und Plüsch-Badematte.“
(Seite 86)

Puppe ist kein typisches Mädchen, sie hat nichts übrig für großartiges Styling oder einen Prinzessinnenlook, Barbies bekamen früher von ihr stets einen resoluten Kurzhaarschnitt verpasst. Mit einer bewundernswerten (Nach-)Lässigkeit stiefelt sie in ihren Lieblings-Bikerboots durchs Leben, raucht, trinkt, feiert Parties, verliebt sich und liebt mit ganzer Seele, um dann doch irgendwann von der harten Realität eingeholt zu werden. Ihr zur Seite stehen vor allem ihr Freund Jan und seine Jungs-Clique, in der jeder irgendwie Musik macht, was zu vielen volltrunkenen und lauten Konzerten führt. Doch es gibt auch nachdenkliche Passagen in dem Buch, die von der Entwicklung und Reifung der Protagonistin zeugen.

„Mir entfährt ein tiefer Seelenseufzer. Wenn ich nur die Möglichkeit hätte, diese Bilder einzufangen, die mein Auge sehen kann. Vielleicht kann ich eines Tages all dies zeigen und somit für den kleinen Teil von Ewigkeit einfangen, der mir zusteht. was die Musik für mich in Töne umzusetzen vermag, das möchte ich irgendwann einmal in Bilder verwandeln. Eines Tages, wenn ich groß bin.“

(Seite 172)

Auch wenn die Geschichte um Charlotte vordergründig fiktiv ist, so stimmen doch einige Details und Rahmenbedingungen mit dem Leben der Autorin Florentine Joop überein, sodass man nicht umhin kommt, zwischen den Zeilen zu lesen. Gerade deshalb wirkt „Harte Jungs“ besonders lebensecht, wenn es ein paar Lücken in der Handlung gibt und die Erinnungen etwas verwaschen erscheinen.

Ausstattung:
Die Klappenbroschur ist schlicht in einer hellen Farbe gehalten und wirkt dadurch modern und frisch. Oben rechts auf dem Cover sieht man nackte Frauenbeine, die in schwarzen Bikerboots stecken, passend zur Hauptfigur Puppe, die zu jeder Gelegenheit ihre heiß geliebten Boots trägt. Der Schriftzug „Harte Jungs“ wurde typographisch auffällig in einer Schrift bestehend aus kleinen roten gebogenen Karos gesetzt und bildet so einen schicken Blickfang.

Fazit:
„Harte Jungs“ ist eine authentische Geschichte über das Erwachsenwerden mit allen Höhen und Tiefen, oftmals witzig, aber auch mit nachdenklichen Untertönen. Für Teenager und Erwachsene der 90er Jahre ist „Harte Jungs” vor allem eine unterhaltsame Zeitreise, bei der sich viel Bekanntes und auch Neues, gerade musikalisch, entdecken lässt.



Dieses Buch habe ich über Blogg dein Buch erhalten.

Florentine Joop
Harte Jungs
Eichborn Verlag
272 Seiten
Taschenbuch (Klappenbroschur)
ISBN-13: 978-3847905301
Cover © Eichborn Verlag

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Dienstag, 9. April 2013

April-Mädchen

Bei einem Osterspaziergang habe ich dieses wilde Mädchen entdeckt - ein kleiner Trost, denn inzwischen sind zwei andere vom Mainzer Stadtbild verschwunden. Eins zerbröselte buchstäblich zu Staub, ein anderes bekam erst einen Freund und wurde dann schnöde übermalt.



Hier eine Übersicht der Mädchen, die ich bislang erspähen konnte: