Sonntag, 29. Januar 2012

Januar-Knopf



Ende letzten Jahres sind die lieben Knöpfe leider ein bisschen untergegangen, deshalb geht es im neuen Jahr mit Schwung weiter. Dieses Mal gibt es einen Perlmuttknopf mit Muster zusammen mit ein paar dekorativ verrosteten Backförmchen (super als Teelichthalter!) zu bewundern.

Januar-Gesicht 2

Dieses Gesicht habe ich auf einem uralten Instrumentenkoffer in einem Antiquitätengeschäft entdeckt. Leider habe ich nicht noch mehr Bilder davon gemacht, denn der Koffer sah aus wie der Sarg von einem Mini-Dracula ;c)

Januar-Buch 2

DIY – wurden früher gebastelte Geschenke noch milde belächelt, so ist es seit ein paar Jahren wieder groß in Mode, etwas selbst zu machen. Solange es in einer hübschen Verpackung daher kommt! Passend dazu gibt es unzählige Bücher mit Rezepten und Verpackungstipps, wie auch Die kreative Manufaktur - Geschenke aus der Küche: Kulinarisches lecker verpackt aus dem frechverlag, das ich über Blogg dein Buch zum Rezensieren erhalten habe.

Verlagsbeschreibung:
Selbermachen. Genießen. Verschenken.
Schenken ist eine wunderbare Sache. Es fehlt oft nur eine gute Idee. Das Übliche – Wein, Pralinen und Blumen – erscheint wenig originell und irgendwie ein bisschen lieblos. Geschenke aus der Küche sind in diesem Fall die perfekte Lösung: Mit Liebe selbstgemachte Leckereien kommen nicht nur überall gut an, sondern auch von Herzen. Damit die kulinarischen Köstlichkeiten auch schön inszeniert werden können, wird jedes Rezept durch eine Verpackungsidee ergänzt: von ganz einfach bis etwas aufwändiger ist für jedes Zeitbudget etwas dabei. Viel Spaß beim Kochen und Schenken!

Meine Meinung:
Schon auf den ersten Blick macht das nahezu quadratische (ca. 23,4 x 25,4 cm), fest gebundene Buch einen guten Eindruck. Die Titelgestaltung wird von der Farbe Lavendel dominiert und zeigt Selbstgemachtes aus der Küche. Auf der Rückseite sind im Polaroid-Stil weitere kulinarische Geschenke abgebildet und machen Appetit. Der Inhalt selbst ist übersichtlich in folgende Bereiche gegliedert:

Sommerfrüchte
Kleine Warenkunde „Alte Apfelsorten”
Marktage
Kräuterparadies
Kleine Warenkunde „Küchenkräuter”
Welt der Gewürze
Süße Lust
Wintergenüsse
Vorlagen

Den Haupt-Kapiteln sind immer vier Seiten mit Impressionen des jeweiligen Themas und kleinen Texte vorangestellt. Leider wird die Farbe Lavendel durchgängig für alle Seiten mit Ausnahme der Einleitungen verwendet, sodass man nicht einfach zwischen den verschiedenen Rezeptgruppen springen kann und immer wieder im Inhaltsverzeichnis nachschauen muss. Hier hätte ich mir eine Art Farbleitsystem am Seitenrand gewünscht, um mich beim Blättern auf den ersten Blick zurechtzufinden. Außerdem ist das lavendelfarbende Muster, auf dem die Seitenzahl steht, etwas zu dominant, sodass die Zahlen schwer zu lesen sind.

Die Rezepte eignen sich sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene, vieles kann Saison-unabhängig zubereitet und verschenkt werden. Je nach Aufwändigkeit werden zunächst die kulinarischen Ideen auf einer Doppelseite vorgestellt und danach folgt die Anleitung für die Verpackung. Bei sehr einfachen Rezepten findet auch beides auf einer Doppelseite Platz. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, seien es kurzfristige Snacks wie Käse-Knusper-Stangen oder Sesam-Hackbällchen, Mischungen für das Gewürzregal wie Mexikanisches Chili-Schoko-Salz, Eingelegtes wie Italienisches Gemüse oder auch Süßigkeiten wie Cognac-Trüffel. Begleitet werden die Leckereien von formatfüllenden, wunderschönen Food-Aufnahmen und kleineren Details im Polaroid-Stil. Farblich sind sie zum Teil in sanften Tönen gehalten, bei den Gemüsesorten und Kräutern strahlt alles frisch und kräftig. Allesamt sehen die Bilder sehr appetitlich und dekorativ aus, sodass man gerne in der Betrachtung versinkt und Lust auf die Zubereitung bekommt.

Die Rezepttexte und Verpackungsanleitungen sind knapp und sachlich gehalten, es findet eine Ansprache in der Sie-Form statt. Durch die Untergliederung der einzelnen Arbeitsschritte in Absätze findet man sich gut zurecht. Rechts steht immer die Zutaten-/Materialliste, bei den Rezepten außerdem eine Zubereitungszeit. Eine grobe Zeiteinschätzung hätte ich mir auch bei der Verpackung gewünscht, da das für die Planung durchaus von Interesse sein könnte, gerade wenn man einen vollen Tagesablauf hat. Bei den Rezepten steht, sofern notwendig, am Ende ein Verweis auf die nächste Doppelseite mit Seitenangabe für die Geschenkoptimierung. Das hätte man auch mit einem kleinen plakativen Störer à la "Für die Verpackung bitte umblättern" lösen können.

Einen großen Kritikpunkt habe ich jedoch grundsätzlich an den vorgestellten Verpackungen. So beliebt Scrapbooking, Patchwork & Co. derzeit auch ist, empfinde ich es als störend, dass für nahezu jede Verpackungsidee ein gewisses Aufkommen an Spezialpapier, teurem Stoff, Werkzeug und der Besitz einer Nähmaschine vorausgesetzt wird. An vielen der verwendeten Muster habe ich mich abgesehen davon schon satt gesehen, weil es Ähnliches in Massen in den Weiten des Internets und anderen Büchern zu sehen gibt. Warum steht zum Beispiel "Designpapier „Notizblatt”" in der Materialliste, wenn da auch locker die Seite aus einem Notizbuch herausgerissen und verwendet werden könnte? Warum gibt es nicht eine kleine Anleitung, wie man mit Kartoffeldruck oder aus Radiergummi geschnitzten Stempeln selbst ein schönes Musterpapier erstellen kann? Im Prinzip ist das teurer Designer-DIY, während andere Ideen aus grauer Vorzeit weiterhin im Keller verstauben...

Fazit:
Ein wunderschönes DIY-Küchengeschenke-Buch mit ein paar gestalterischen Abstrichen, in dem viele Ideen und Rezepte für den kleineren oder größeren Aufwand Platz gefunden haben – einzig bei den Verpackungen hätte ich mir gewünscht, dass der Schwerpunkt nicht so deutlich auf einer teuren Scrapbooking-Ausstattung liegt und mehr für den Hausgebrauch improvisiert werden kann.






Anne Iburg, Anna Anlauft
Die kreative Manufaktur - Geschenke aus der Küche: Kulinarisches lecker verpackt
frechverlag
167 Seiten
gebunden
ISBN-13: # 978-3772459009
Cover © frechverlag

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Mehr zur kreativen Manufaktur

Donnerstag, 26. Januar 2012

Januar-Gesicht

Das erste Gesicht im neuen Jahr habe ich draußen bei einem schönen Spaziergang gefunden. Da ich Bäume einfach toll finde, freue ich mich über jedes Baumgesicht ganz besonders :c) Hier kann man sich übrigens meinen absoluten Lieblingsbaum nochmal anschauen.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Januar-Monster

Die liebe Charlene von der Bücherstadt hat sich ein Monster von mir gewünscht, bekommen hat sie gleich vier ;c) To be continued...

Dienstag, 24. Januar 2012

Januar-Kritzelei

Bei dem trüben Wetter wird man eigentlich gar nicht richtig wach - als bekennende Kaffeetrinkerin gibt es für mich nur ein Gegenmittel ;c)


Das Bild gibt's auch hier.

Montag, 23. Januar 2012

Dienstag, 17. Januar 2012

Januar-Morgen

Die Tage werden wieder länger und schon gibts morgens schöne Aussichten, die für einen Motivationsschub sorgen. Fühlt sich fast ein bisschen wie Urlaub an ;c)

Montag, 9. Januar 2012

Januar-Buch

Auf den neuen Thriller Retrum aus dem Loewe Verlag war ich schon seit der Frankfurter Buchmesse neugierig und habe mich deshalb sehr gefreut, dass ich ihn im Rahmen einer Leserunde bei Lies & Lausch lesen durfte.
Sun was hiding into the clouds
Black birds flew over the graveyard
I was feeling half dead inside
Without knowing you were half alive

(Seite 8)
Zum Inhalt:
Seit dem tragischen Tod seines Zwillingsbruders Julián ist Christians Familie zerbrochen. Nachdem seine Mutter wegen des erlebten Unglücks nach Amerika zu ihrer Schwester floh, sitzt sein Vater den ganzen Tag vor dem Fernseher, um den Schmerz zu betäuben. Christian hingegen funktioniert einfach nur noch, indem er seinen Vater und sich versorgt, in der Schule das Nötigste tut, und ansonsten in eine ganz eigene Welt flieht. Eine Welt voller dunkler Gedanken, in der er sich mit klassischer Musik, englischen Schauerromanen und Gedichten beschäftigt und innere Einkehr auf dem örtlichen Friedhof findet, wo er Stunden verbringt. Einzig seine Klassenkameradin Alba dringt manchmal zu ihm durch, wenn er es zulässt. Doch dann lernt Christian drei Jugendliche auf dem Friedhof kennen, Alexia, Robert und Lorena, die sich selbst "Die Blassen" nennen. Dunkel gewandet und weiß geschminkt verbringen sie gerne die Nächte auf den Friedhöfen in der Umgebung, um den Toten nahe zu sein. Selbst in seiner Trauer gefangen, fühlt sich Christian direkt zu der Gruppe hingezogen, vor allem zu der faszinierenden und schönen Alexia. Aber das Spiel mit dem Tod ist gefährlich...

Sprache, Stil, Figuren:
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Christian in der Vergangenheitsform erzählt. In einem gemächlichen Erzähltempo entfaltet sich dessen Leben vor den Augen des Lesers, seine Vergangenheit, die ihm zu dem gemacht hat, was er ist, seine Gegenwart zwischen Stagnation und Sehnsucht, aber auch die Zukunft, die manchmal in Form eines Kommentars aufblitzt. Wie schon der Genre-Stempel "Thriller" auf dem Cover des Buches machen diese Andeutungen neugierig auf die kommenden dramatischen Ereignisse, doch man muss einige Geduld aufbringen, bis wirklich etwas passiert.

Fasziniert betrachtete ich die Schönheit des Friedhofs im Morgenlicht. Die Statuen schienen wie Wesen, die jeden Augenblick zum Leben erwachen konnten. Die Marmorfigur der jungen Frau, die auf dem Grabstein neben mir stand, sah sogar nicht mehr ganz so traurig aus.
(Seite 88)

Das Buch ist in 5 Teile untergliedert, die jeweils recht kurz gehaltene Kapitel umfassen, welche stets mit einem stimmungsvollen Zitat passend zur Thematik begonnen werden. Der Stil ist oftmals sehr poetisch, die Zitate, Gedichte und Songtexte sorgen für eine träumerische Stimmung. Die Spannung kommt deshalb zu Beginn zu kurz, es sei denn, man gruselt sich schon bei reinen Friedhofsbeschreibungen oder dem Anblick geschminkter Gothics.


Deshalb zweifelte ich ungefähr die Hälfte des Buches, ob es wirklich ein Thriller ist. Dafür lag einfach zu wenig Spannung und Bedrohung in der Luft. Als es dann endlich losgeht, weist die Geschichte einige Lücken und offene Fragen auf, die die spätere Auflösung irgendwie unglaubwürdig machen. Auch die Entwicklung der Charaktere ist recht schwach. Man erfährt kaum etwas über Christians Mitmenschen, da er eine passive Art im Umgang mit ihnen hat und alles wie gegeben hinnimmt, sodass sie ziemlich blass bleiben. Das ist sehr schade, hätte ich gerne zum Beispiel gerne mehr von dem Künstler Gerard gelesen und auch andere Seiten an der verführerischen Alexia, der selbstlosen Alba und den beiden Blassen Lorena und Robert entdeckt.

Fazit:
Retrum ist ein nachdenkliches, poetisch geschriebenes Jugendbuch über das Erwachsenwerden, dem Umgang mit großen Verlusten und der ersten Liebe. Die Thriller-Elemente waren jedoch für meinen Geschmack zu wenig und tauchten erst in der zweiten Hälfte des Buches auf. Wegen inhaltlicher Schwächen konnte mich zudem die Auflösung nicht recht überzeugen, sodass ich nur bedingt eine Empfehlung aussprechen kann. Freunde leiser Töne mit einem Faible für Gothic und abgedrehte Wendungen kommen aber sicher auf ihre Kosten.

Ausstattung:
Mit Retrum wird deutlich - die Thriller vom Loewe Verlag werden derzeit passend zueinander produziert, genauso wie bei Saeculum handelt es sich um ein Klappenbroschur aus Naturpapier mit einem schwarzen Schnitt. Das Cover ist düster mit einem Scherenschnitt von einer Friedhofslandschaft gestaltet, die wie auf einem alten zerknitterten Papier gedruckt scheint, das dunkel und ausgefranst in die schwarzen Buchkanten übergeht. Der Schriftzug Retrum ist in einem Dunkellila gehalten, hat in seinem Zentrum ein antikes Kreuz stehen und wurde zusätzlich lackiert. Im Innenteil haben die Seiten ebenfalls einen schwarzen, besprenkelten Rand, die Kapitelüberschriften wurden in der gleichen Schrift wie Retrum gesetzt, und die Absätze werden von kleinen Kreuzen getrennt.

Auf der Retrum-Fanseite des Verlags kann man einige Extras wie eine Playliste mit Songs, die im Buch erwähnt werden, und die verwendeten Zitate entdecken. Ein QR-Code auf dem Buchcover hält außerdem als besonderes Schmankerl das Retrum-Lied (siehe Zitat oben) bereit.






Francesc Miralles
Retrum
Loewe Verlag
345 Seiten
Klappenbroschur
ISBN-13: 978-3785570388
Cover © Loewe Verlag

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Retrum bei Amazon

Januar-Ornament

Ich liebe Ornamente, Schnörkel, Muster und Schnitzereien, je älter, desto besser. Sobald ich was Schönes entdecke, muss ich es festhalten, auch zur späteren Inspiration für meine Zeichnungen, die ich gerne mit solchen Details ausstatte.