Mittwoch, 30. November 2011

November-Blatt

Eins der letzten Blätter, aber dafür ein besonders schönes, wie ich finde. Faszinierend sind vor allem die nahezu symmetrisch angeordneten Flecken.

November-Gebäck

Scones backen klappt immer besser, sehr gerne mache ich welche Sonntags zum Frühstück, inzwischen auch experimentell abgewandelt wie hier mit Schokolade und Cranberries.

Dienstag, 29. November 2011

November-Gesicht 4

Und noch ein kleiner Mülleimer, dieses Mal speziell für Zigaretten, wie man an seinem Gesicht unschwer erkennen kann. Ich bin schon oft an ihm vorbei gelaufen und hab ihn bislang übersehen, aber aus den Augenwinkeln könnte man ihn auch glatt mit einem Briefkasten verwechseln.

November-Wettbewerb

Beim Blogger-Wettbewerb von Personello Pictures ist das Motto für den Monat November Bildbearbeitung. Grundsätzlich habe ich von Berufs wegen durchaus die Möglichkeit, meine Bilder in Photoshop zu bearbeiten. Seit ich aber ein iPhone habe, mache ich zum einen ständig Fotos damit und zum anderen gibt es viele tolle Apps, die mit wenigen Klicks ein beeindruckendes Ergebnis zaubern. Dafür benutze ich hauptsächlich Camera+, bei dem es einige Bearbeitungsmöglichkeiten und viele interessante Filter gibt, und Instagram, das ich vor allem wegen dem Austausch innerhalb der Community mag.

Am Anfang steht meistens eine Idee, ein grober Gedanke oder auch einfach ein netter Schnappschuss. Ein Bild, bei dem ich denke, das hat irgendwas.


Als erstes habe ich das Bild in der App Camera+ hochgeladen. Mit "Clarity" kam mehr Helligkeit und Kontrast in das Bild, der Filter "So Emo" sorgte für eine gewisse Dramatik mit dunkel auslaufenden Rändern und einem Stich ins Grün-Blaue. An sich hat es mir so schon sehr gut gefallen.


Dann habe ich das Bild noch in Instagram gestellt, den Bildausschnitt verändert und den "Hudson"-Filter darüber gelegt. Jetzt ist es um einiges bläulicher und auch das Graffiti rückt mehr in den Fokus.

Montag, 28. November 2011

November-Morgen 2

Heute morgen herrschte eine magische Stimmung über dem Rhein - auf der Mainzer Seite goldener Sonnenschein, der langsam in Wiesbadener Nebel überging...

Sonntag, 27. November 2011

November-Advent

Ich wünsche euch einen schönen ersten Advent mit hoffentlich vielen, leckeren Plätzchen!


Das Bild gibt's auch hier.

Freitag, 25. November 2011

November-Stricken

Knit the City ist eine Strickbewegung, die 2009 in London gegründet wurde und sich seitdem über die ganze Welt verbreitet, um bunte Farbtupfer in den tristen Großstadtalltag zu bringen. Der Clou daran - die Wollkunstwerke machen schöner, beschädigen dabei aber nichts und können jederzeit wieder spurlos entfernt werden.


Inzwischen sind die Strickwilden über Wiesbaden hergefallen und überziehen so nach und nach alle Ecken mit Wolle. Auch die seltsamen Metallkäfigkugeln auf dem Erdhügel am Dernschen Gelände haben dadurch eine neue Optik bekommen, die mir jetzt richtig gut gefällt.


Mehr zu sehen gibt's hier: Wiesbaden Knäuelt- Strick' Dir Deine Stadt

Donnerstag, 24. November 2011

November-Konzert

Alter Bridge ist definitiv eine meiner Lieblingsbands, trotzdem habe ich bisher noch keins ihrer Konzerte besucht. Das muss ich bei der nächsten Tour unbedingt ändern und mir bis dahin diesen Mitschnitt auf DVD besorgen...



Dienstag, 22. November 2011

November-Abend

Am Himmel war heute einiges los - man beachte auf Bild 3 rechts außen den kleinen Lichtfleck, das ist das Riesenrad des Wiesbadener Weihnachtsmarktes, der feierlich eröffnet wurde.



November-Wunschzettel

Im Moment gibt es eine tolle Aktion von Drachenfels Design & Heartbreaker - wer einen Weihnachtswunschzettel mit 5 Schmuckstücken von Drachenfels und/oder Heartbreaker in irgendeiner Form schön gestaltet, hat die Chance, eins davon zu gewinnen. Sich dabei auf 5 Schmücker zu begrenzen, ist an sich schon eine große Herausforderung ;c)

Donnerstag, 17. November 2011

November-Gesicht 3

Noch eins aus der Reihe „Gefräßige Mülleimer”, es gibt mehr, als man denkt!

Mittwoch, 16. November 2011

November-Musik 2

Aus aktuellem Anlass - ein Aufschrei geht durch die Reihen der Münchener Freiheit-Fans: Sänger Stefan Zauner verlässt die Band! Und das gerade jetzt, wo ich zusammen mit der lieben Lory jeden Abend Münchener Freiheit-Revivals feiere.



Dieses bezaubernde Video bringt den Zeitgeist und die Atmosphäre von damals richtig gut rüber und die Fans sind einfach... süß!

Doch lest auch die Worte bei Schaulau, treffender kann man es nicht sagen!

November-Gewinner

Erkältungsbedingt etwas verspätet folgt nun die Bekanntgabe der Gewinner meines kleinen Gewinnspiels...


Es gab 4 Teilnahmen per Kommentar, eine bei Facebook und eine per Mail. Da ich mich so sehr über das rege Interesse an meiner Postkarte gefreut habe, bekommt diesmal jeder eine :c)

Donnerstag, 10. November 2011

November-Bambi

Das berühmte goldene Rehkitz ist heute zu Gast in der Weltstadt Wiesbaden - und mitten auf meinem Nachhauseweg (naja, mit nem kleinen Umweg). Da steht man doch gerne mal eine Weile inmitten der gespannten Menge, in der Hoffnung, einen Blick auf eine Berühmtheit zu erhaschen...

Mittwoch, 9. November 2011

November-Gesicht 2

Dieser Mülleimer sieht ziemlich hungrig aus ;c)

Dienstag, 8. November 2011

November-Karten

Schon lange wollte ich bei DM (CEWE) die selbst gestalteten Postkarten ausprobieren. Mit meinem derzeitigen Lieblingsmotiv habe ich das nun in die Tat umgesetzt und hier ist das Ergebnis :c)


Da mir die Postkarten so gut gefallen, gibt es jetzt ein kleines, spontanes Gewinnspiel. Wer gerne eine von drei Karten haben möchte, kann sich hier in den Kommentaren oder bei Facebook unter dem entsprechenden Post eintragen. Bei mehr als drei Einträgen entscheidet das Los, mitmachen können alle meine Blog-Leser, Facebook-Fans und -Freunde mit Adresse in Deutschland. Wahlweise bekommt ihr die Postkarte dann mit Text von mir oder blanko. Das Gewinnspiel läuft bis zum 11.11.2011 um 11:11 Uhr.

Montag, 7. November 2011

November-Mysterium

Auf der Fantasy-Facebookseite der Droemer Knaur Verlagsgruppe gibt es ein ganz besonderes Gewinnspiel:

Bist auch DU ein besonderes Kind gewesen? Vielleicht ohne es zu wissen? Oder kennst du jemanden, der auch auf die Insel der besonderen Kinder gehört hätte?

Schau mal in deinen alten Fotoalben nach - ist da nicht vielleicht ein sonderbares, skurriles oder außergewöhnliches Foto dabei, von dir oder einem Verwandten? Wenn ja, dann poste das Foto hier auf Facebook - je älter und sonderbarer, desto besser!

Da hab ich natürlich mal geblättert und rechnete höchstens mit ein paar grauseligen roten Augen, was auf den Bildern der 80er Jahren weit verbreitet war, doch dann fand ich das...


Einem Familiengeheimnis auf der Spur - das Kind aus einer anderen Welt... vor vielen Jahren landete es mit einem Raumschiff auf der Erde, blank und ohne Antlitz, um sich neue Eltern zu suchen. Erst als es sie fand, formten sich die Gesichtszüge, eine Mischung aus dem Abbild der beiden, sodass sie nicht anders konnten, als das Kind bei sich aufzunehmen und es zu lieben.

Sonntag, 6. November 2011

November-Buch 2

Bücher mit indianischem Hintergrund hatte ich schon viele Jahre nicht mehr in den Händen, zu sehr liebe ich Elfen, Drachen, Vampire und ähnliches und vor allem wird in diesem Bereich derzeit unendlich viel geboten. Auf der Buchmesse hat uns Autorin Jutta Wilke jedoch wärmstens die Werke von Antje Babendererde empfohlen, die ich zwar schon im Hinterkopf hatte, aber noch nicht im Regal. Das hat sich nun geändert!

Zum Inhalt:
Fünf Jahre sind vergangen, seit Hanna zum letzten Mal am Cape Flattery im Reservat der Makah-Indianer war. Damals suchte sie nach einem talentierten Pfahlschnitzer für das Museum in Deutschland, in dem sie arbeitet, und fand die Liebe in Jim Kachook. Doch der verschwand vor viereinhalb Jahren spurlos und Hanna zieht seitdem ihre Tochter Ola alleine groß, von der Jim keine Ahnung hat. Im Reservat hat sich inzwischen einiges getan, Touristen sind zwar immer noch nicht beliebt, werden aber als notwendiges Übel geduldet. So gibt es nun am Cape einen befestigten Aussichtspunkt, doch als sich Hanna anlehnt, gibt die Brüstung nach. Einzig dem Makah-Indianer Greg ist es zu verdanken, dass Hanna mit dem Leben davon kommt. Zusammen mit ihm macht sich Hanna auf die Suche und stößt auf eine Mauer des Schweigens und des Hasses, denn auch hier wird Jim vermisst und man gibt der weißen Frau aus Deutschland die Schuld...

Sprache, Stil, Figuren:
Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheitsform erzählt. Die Perspektive bleibt oft bei Hanna und schildert ihre Erlebnisse, es werden aber auch andere Personen wie Greg begleitet, deren Gedanken in Kursivschrift erscheinen und auch noch zusätzlich näher erläutert werden. Der Stil ist sehr beschreibend und ausführlich, sodass einem schnell das Reservat mit seiner beeindruckenden Naturkulisse und die handelnden Figuren vor Augen stehen. Vor allem, wenn es um die Sitten und Gebräuche der Makah-Indianer geht, merkt man der Autorin ihre Leidenschaft für das Thema an. Sensibel und detailverliebt bringt sie dem Leser deren Geschichte und aktuelle Situation nahe, vermittelt eine andere Sichtweise auf die Welt mit wunderschönen Worten und weckt die Neugier auf mehr.

Das Klappern der Rasseln war betäubend. Mit wilden Schreien schleuderten die Tänzer ihre Hoffnungen aus den Kehlen. Im wandelnden Schatten des flackernden Feuers tanzten die Roben aus Leder oder Zedernfaser ihren eigenen Tanz. Die bemalten Masken mit ihren langen Haaren und Federn verwandelten sich in lebendige Ungeheuer. Die Menge feuerte die Tänzer durch Klatschen und Gesang an. (Seite 237)

Die Liebesgeschichte zwischen Hanna und Greg und die Entwicklung der beiden nimmt einen Großteil der Handlung ein. Hanna hat vor fünf Jahren in Jim ihre vermeintliche große Liebe gefunden und schon nach kurzer Zeit verloren, doch nun ist sie dort, wo alles seinen Anfang nahm, um Klarheit zu schaffen und ein neues Leben zu beginnen. Greg stand Jim ebenfalls nahe, er war ihm wie ein Bruder und großes Vorbild. Er versucht seinen Platz in der Makah-Gesellschaft zu finden und den hohen Erwartungen seines Vaters gerecht zu werden. Zunächst begegnet Greg Hanna mit Misstrauen, doch schon nach wenigen Tagen beginnen die ersten Gefühle zwischen den beiden zu reifen. Da wird auf jeden Fall einiges fürs Herz geboten und wer es auch mal ein wenig kitschig mag, wird nicht enttäuscht. Der Lesefluss war sehr angenehm und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da auch die Spannung konstant bis zum Schluss gehalten wurde.


Als Greg sich wieder seinem Pfahl zuwandte, sah er, wie seine Figuren lebendig wurden. Sie lösten sich aus dem Holz und stiegen zum Himmel auf, dorthin, wo die Wipfel des nahen Waldes in flammendes Morgenrot tauchten. Vor dem brennenden Hintergrund bildeten sie eine Reihe schwarzer Gestalten: Bär, Otter, Wolf, Lachs und zuletzt der Rabe. (Seite 309)

Neben den beiden Hauptfiguren gibt es auch noch einige interessante Nebenfiguren, die verschiedene Perspektiven innerhalb des Reservats vertreten. Die beiden Polizisten Oren und Bill, der eine schon älter und kurz vor dem Ruhestand, der andere noch jung und voller Tatendrang, tragen einiges an Tradition und Moderne in ihrem Herzen und versuchen einen gesunden Mittelweg zu finden. Die 15-jährige Grace ist zum ersten Mal verliebt, doch Joey, der Junge ihrer Wahl hat einen schlechten Stand bei den Makahs, was ihre Beziehung nahezu unmöglich macht. Deren Urgroßmutter Gertrude und Jims Vater Matthew sind wiederum vollkommen der alten Gebräuche verhaftet und versuchen, das auch weiterhin zu leben.

Fazit:
Rain Song ist wie eine warme Kuscheldecke an einem Regentag - die Mischung aus Liebesgeschichte, indianischer Mythen und Krimi ist spannend und einfühlsam geschrieben, sodass man nach fesselnder Lektüre mit einem guten Gefühl im Herzen zurück bleibt.

Ausstattung:
Das bedruckte Hardcover ist schlicht und ansprechend gestaltet: auf einem soften, hellblauen Grundton sieht man auf dem Titel Bäume, die fast im Nebel verschwinden. Rechts am Rand ist ein geschnitzter und bemalter Indianerpfahl abgebildet, der auch auf dem Rücken wiederholt wird. Der Titel Rain Song erscheint wie mit Kreide geschrieben und wurde zusätzlich lackiert, ebenso wie die ein paar dunkle Bestandteile des Pfahls vorn. Vor- und Nachsatzblätter sind in einem tiefen Dunkelrot gehalten, der Text selbst ist schmucklos und recht groß gesetzt, sodass der Lesefluss begünstigt wird. Die Gestaltung passt wunderbar zu den meisten anderen Büchern von Antje Babendererde und gefällt mir persönlich aufgrund der Schlichtheit sehr gut.






Antje Babendererde
Rain Song
Arena Verlag
315 Seiten
gebunden
ISBN-13: 978-3401065229
Cover © Arena Verlag

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Freitag, 4. November 2011

November-Kritzelei

Mein Kaffee ist magisch, immer wenn ich in meine Tasse schaue, habe ich Visionen...

November-Morgen

Nach den Nebelfeldern der letzten Tage war es heute ungewöhnlich sonnig am frühen Morgen. Da kann das Wochenende ja kommen!

Donnerstag, 3. November 2011

November-Gesicht

Das hier erinnert mich an einen übellaunigen Außerirdischen, der aus Versehen in einem Mülleimer am Bahnhof gelandet ist... da war er übrigens ziemlich lange.

Mittwoch, 2. November 2011

November-Buch

Da mir Erebos von Ursula Poznanski richtig gut gefallen hat, war ich natürlich sehr gespannt auf ihr neues Werk mit dem klangvollen Namen Saeculum (lat. Jahrhundert), das sie auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt hat. Bei der Premierenlesung waren wir live dabei - die Geschichte um eine Gruppe Mittelalter-begeisterter junger Leute, die in einem einsamen Wald weit auf dem Land ein Rollenspiel veranstalten, hat mich so mitgerissen, sodass ich mir das Buch direkt auf der Messe gekauft habe.

Zum Inhalt:
Als der Medizinstudent Bastian die lebenslustige Sandra kennenlernt, ist er hin und weg. Vergessen sind seine Studien, vergessen sein strenger Vater, nur zu gern möchte er mit Sandra ein Abenteuer erleben, als sie ihn zu einem mittelalterlichen Live-Rollenspiel an einen unbekannten Ort einlädt. Zwar erscheint es ihm etwas seltsam, dass die Gruppe Saeculum ansonsten nur aus erprobten Mitgliedern besteht und der Kreis bewusst klein gehalten wird, und auch dass seine Beziehung mit Sandra nicht wirklich intim wird, irritiert ihn ein wenig. Er freut sich jedoch sehr darauf, einfach mal in der freien Natur abzuschalten und alle Sorgen zu vergessen. Angekommen in dem einsamen Waldstück, in dem die Spieler schließlich 5 Tage verbringen wollen, verschwinden schon bald die ersten spurlos. Ein Fluch soll nach alter Sage über dem Land liegen und aus dem Spiel wird schnell bitterer Ernst...




Sprache, Stil, Figuren:
Erzählt wird in der dritten Person in der Vergangenheitsform, die Perspektive bleibt hauptsächlich bei Bastian, dessen Gedanken und Gefühle direkt in den Text eingebunden werden. Ab und zu werden auch Kapitel mit der Teilnehmerin Iris in einem ähnlichen Stil eingeschoben, um die Spannung zu erhöhen. Durch zahlreiche Dialoge und einen oft knappen Satzbau wird in der gesamten Geschichte ein konstantes Tempo beibehalten, sodass man kaum aufhören kann, zu lesen. Die unterschwellig drohende Gefahr ist immer präsent und da man weiß, dass etwas passieren wird, beginnt man sofort mit dem Beobachten der Einzelnen, legt Worte und Gesten auf die Goldwaage und rätselt fleißig vor sich hin.

Hauptfigur ist der ernste und fleißige Medizinstudent Bastian, der den lieben langen Tag seine Nase in Fachbücher steckt. Aus heiterem Himmel lernt er die fröhliche und abenteuerlustige Sandra kennen, die ihn im wahrsten Sinne des Wortes vor die Tür zerrt, erst auf einen Mittelaltermarkt und dann zu der Convention der Rollenspieler. Man merkt jedoch schnell, dass Sandra eher wankelmütiger und oberflächlicher Natur ist.


Seit der Unendlichen Geschichte kann es nur einen Bastian geben? Ursula Poznanski spielt mit dem Klischee.

Weitere Teilnehmer sind Steinchen und Warze, zwei nette Kerle mit ausgeprägter Leidenschaft für das Mittelalter, der ehrgeizige Organisator und Leiter des Spiels, Paul, die seltsam aussehende und verschlossene Iris, deren Sicht auch einigen Raum einnimmt, die schöne Lisbeth mit ihrem eifersüchtigen Freund Georg, Ralf, der ganz in seiner mittelalterlichen Rolle lebt, die esoterisch veranlagte Doro und eher blasse Figuren wie Arno, Alma, Lars, Carina und Mona. Vor allem bei letzteren hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht, um das Verwirrspiel noch komplizierter zu gestalten. Es gab zwar die ein oder andere Überraschung, aber vieles erschien mir direkt eindeutig und klar, was auch an meinem vorangegangen Konsum entsprechender Filme und Bücher, die sich mit ähnlichen Szenarien beschäftigen, liegen kann. Die Charakterstudie der Teilnehmer und wie sie sich in Extremsituationen auf kleinstem, abgeschlossenen Raum verhalten, kann man zudem fast als klassisch bezeichnen, auch wenn es natürlich schockiert und bewegt. Doch alle typischen Charaktere sind hier vertreten: Anführer, Mitläufer, Aufrührer, Wahnsinnige, Integre, Abgründige und Verschlossene. Nichtsdestotrotz konnte ich Saeculum kaum aus der Hand legen, denn schließlich wollte ich ja unbedingt wissen, ob meine Vermutungen richtig waren.


Tristrams Fluch hält Bastian und seine Mitstreiter in Atem. Werden sie den Wald lebend verlassen?

Fazit:
Wer Filme wie Blair Witch Project und The Hole mochte, dem wird auch Saeculum gefallen - viele Seiten jagen nur so dahin, während man mit Bastian mitfiebert und rätselt, warum all das in diesem einsamen Wald passiert. Leider kam für mich die Auflösung nicht ganz so überraschend wie bei Erebos, nichtsdestotrotz ist Saeculum eine spannende, abgründige und mitreißende Lektüre, die einen Mittelaltermärkte und Rollenspieler mit ganz anderen Augen sehen lässt!

Ausstattung:
Das Klappenbroschur, ein großformatiges Taschenbuch mit Einklappern, wollte ich direkt besitzen, mit seinem schwarz-weißen Cover und dem schwarzen Schnitt fällt es aus dem Rahmen der üblichen Gestaltungen und passt einfach perfekt zum Inhalt. Der Titelschriftzug wurde zusätzlich geprägt, ansonsten ist handelt es sich bei dem Einband wie bei Erebos um ein ungestrichenes Papier, was angenehm in der Hand liegt. Die Kapitel werden von einer mittelalterlich anmutenden Initiale eingeleitet, ansonsten ist der Satz schmucklos und schlicht.






Ursula Poznanski
Saeculum
Loewe Verlag
496 Seiten
Klappenbroschur
ISBN-13: 978-3785570289
Cover © Loewe Verlag

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Mehr zu Ursula Poznanski
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Während der Buchmesse hat Ursula Poznanski hat den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 für ihren spannenden und herausragenden Jugendthriller Erebos, den ich ausführlich bei der Leser-Welt besprochen habe, erhalten. An dieser Stelle meine herzlichsten Glückwünsche.

Zur Lektüre von Saeculum passt meiner Meinung nach wunderbar Musik von Rammstein, da hier auch gern menschliche Abgründe thematisiert werden. Wer mittelalterlichen Rock hören möchte, dem kann ich abgesehen davon wärmstens Subway To Sally und Saltatio Mortis empfehlen.

Dienstag, 1. November 2011

November-Feiertag

Obwohl ich diesen Tag nicht mehr wie sonst mit einem traditionellen Familienspaziergang über den Friedhof begehen kann (das habe ich dafür schon am Samstag mit meiner Oma gemacht), gibts noch was Besinnliches zum Ausklang des Tages.


Bei einer Querrecherche zum Thema Allerheiligen bin ich auf diese traditionellen Mainzer Friedhofskerzen gestoßen - leider habe ich noch keine dieser Art gesehen, aber man lernt ja nie aus.

November-Musik

Die passende Musik zum Fest hat auch noch gefehlt ;c)