Sonntag, 27. März 2011

März-Buch 4

Viele, viele Monate habe ich auf den finalen Band der Ghost-Trilogie gewartet und jetzt endlich ist er draußen. Innerhalb weniger Stunden habe ich die Geschichte inhaliert und bin nun ein bisschen traurig, dass es vorbei ist. Den ersten und zweiten Teil habe ich bei der Leser-Welt rezensiert.

Zum Inhalt:
Es sollte ihr großes Abenteuer werden, ihr gemeinsamer Sommer - nie hätten Ian und Bpm auch nur geahnt, wie schnell und gravierend sich ihr Leben innerhalb kürzester Zeit verändern würde. Ihre Welt wird nie mehr diesselbe sein. Gerade wurden sie noch in Deutschland verfolgt, dann greifen die Brane, die tödlichen Lichtwesen, sie in Montauk an, und schließlich reisen die beiden Freunde nach Buenos Aires zum großen Finale, wo alle Fäden zusammen laufen. Auch die Japanerin Chiyo, die im Besitz des machtvollen Helms Hitomi ist, und der Kommissar Kenchichi sind hier, um gemeinsam das Geheimnis der Brane zu ergründen und sie zu bekämpfen. Doch in Ians Gedanken schleichen sich Zweifel - sind die Brane wirklich böse? Bpm hingegen beginnt, sich jeden Tag mehr zu verändern, nachdem er sich eigenmächtig das Wecker-Serum gespritzt hat. Kämpfen sie alle wirklich noch auf derselben Seite?


Sprache, Stil, Figuren:
Kein anderer schafft es wie Derek Meister, dass man sich beim Lesen wie in einem Film fühlt, seien es die beschreibenden Passagen der Schauplätze, die natürlichen Dialoge oder einfach die für ihn typische Lautmalerei, jedes Wort sitzt am richtigen Platz und passt 100%. Wenn man es wagt, einen Blick auf die ersten Seite zu werfen, wird man direkt vom Lesefluss mitgerissen und man kann das Buch erst wieder weg legen, wenn das letzte Wort gelesen ist. Alle Figuren der Trilogie haben sich in der nur wenige Tage andauernden rasanten Odysee enorm entwickelt, sei es Ian, der an Selbstbewusstsein gewonnen hat, oder Bpm, der nicht nur dank des Wecker-Serums aus dem Schatten seines Freundes treten will. Chiyo und Kenchichi sind inzwischen ein eingespieltes Team und der Kopfgeldjäger Zachary überrascht mit einer Entscheidung, mit der niemand gerechnet hätte. Hingegen der Physiker Daniel verliert sich in seiner Trauer um Alva, was ihn mit dem wahnsinnigen Brian Cox verbindet. Als kleine Kritik muss ich anmerken, dass ich mich mit einigen Entwicklungen nicht so recht anfreunden konnte, gerade was den zwischenmenschlichen Teil betrifft.

Fazit:
Eine überraschende, atemberaubende und faszinierende Mystery-Science-Fiction-Trilogie findet ihr fulminantes Ende! Ein echtes Derek-Meister-Werk!

Ausstattung:
Die Gestaltung des Schutzumschlags passt sehr gut zu den Vorgängerbänden, dieses Mal ist er in einem leuchtenden Grün gehalten. Auf dem Titel sieht man einen Zug-ähnliches Gefährt auf einem Gleis, was sich auch im Inhalt des Buches wieder findet, umrahmt wird alles von den Tentakeln der Brane. Die Schrift ist wieder silbern geprägt, der Einband unter dem Umschlag schlicht schwarz mit einem tribalartigen, silbernen Symbol. Mit einem passenden Muster bedruckte Vorsatzblätter und ein Glossar am Ende des Buches mit den wichtigsten physikalischen Grundbegriffen runden die Ausstattung ab.




Derek Meister
Ghostmaster: Das Licht, das tötet; Band 3
Loewe Verlag
426 Seiten
gebunden
ISBN-13: 9783785562642
Cover © Loewe Verlag

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