Montag, 31. Januar 2011

Januar-Buch 5

Ich gebe zu, ich schaue mir sehr, sehr viel "Mist" im Fernsehen an. Vor allem bei Castingshows kenne ich mich wunderbar aus und kann mir zum Beispiel die ersten Fernseh-Schritte von Indira (Popstars) und Jay (Big in America), die aktuell im Dschungelcamp waren, in Erinnerung rufen... Germany's Next Topmodel gehört auch zu meinem Pflichtprogramm. Am liebsten mag ich die Zickereien zwischen den Mädels und die Foto-Shootings. Der Vorher-/Nachher-Effekt ist immer wieder faszinierend, doch leider werden die Ergebnisse in der Sendung für meinen Geschmack immer viel zu kurz eingeblendet. Dem wurde in der letzten Staffel Abhilfe geschaffen, denn Jury-Mitglied und Fotograf Kristian Schuller veröffentlichte einen Bildband mit den besten und vor allem vielen bis dahin unveröffentlichten Fotos, die in den Drehpausen entstanden sind.

Kurzbeschreibung:
Das Angebot 90 Tage unterwegs mit jungen Mädchen voller Träume zu den schönsten Plätzen der Welt. Für den Modephotographen Kristian Schuller nicht nur ungewöhnliche und spannende Herausforderung, sondern auch Inspiration für ein Experiment neben seiner Teilnahme als Juror an der Casting-Schow "Germany's Next Topmodel". Die Idee: Ein separates Buchprojekt mit den Mädchen, Photographiert während der Drehpausen zur TV-Staffel. Das Ergebnis: Ein Roadmovie aus fantastisch inszenierten Photostrecken, ein Abenteuer, das für alle Beteiligten am Ende vor allem eines wurde - ein Traum.

Meine Meinung:
Dieser wundervolle Bildband ist nicht nur interessant für hartgesottene Germany's Next Topmodel-Fans – in dem großformatigen, hochwertigen Hardcover befinden sich zahlreiche beeindruckende Inszenierungen fernab von Standard-Hochglanz und cleanen Modeaufnahmen. Einige Bilder erkennt man aus der Sendung wieder, sei die Szenerie mit den Schaukeln in Capetown am Strand, der Circus aus vergangenen Tagen oder der Pulver-Sprung, es sind aber auch komplett neue Shootings in diesem Buch zu finden. Ergänzt werden die Fotos durch deutsch- und englischsprachige Interviews mit Fotograf Kristian Schuller und seiner Frau Peggy, die für die außergewöhnlichen und einfallsreichen Outfits der Mädchen zuständig war. So erhält man einen Einblick hinter die Kulissen, nicht nur von Germany's Next Topmodel, sondern auch in die kreative Arbeit der beiden und den Entwicklungsprozess dieses Werks. Zusätzlich zu den Shootings befinden sich auch dekorativ angeordnete Skizzen, Ideensammlungen, Castingaufnahmen und ungeschönte, stellenweise auch witzige Schnappschüsse im Buch und die Gastjuroren der Sendung wurden ebenfalls fotografiert und hier verewigt. Etwas schade fand ich es nur, dass die bekannten Favoritinnen und Finalistinnen aus der Staffel – Laura, Alisar, Neele, Hanna und Louisa – den größten Raum einnehmen. Sicherlich haben sie das meiste Talent gezeigt, jedoch hätte ich mir gerade auf den ersten Seiten auch noch ein paar formatfüllende Bilder der früher Ausgeschiedenen gewünscht, die mir stellenweise auch sehr gut gefielen.





Kristian Schuller
90 Tage. Ein Traum
Viermament Verlag
208 Seiten
gebunden
ISBN-13: 9783000309168
Cover © Viermament Verlag

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Kristian Schullers Homepage

90 Tage. Ein Traum bei Amazon

Januar-Vorfreude

Morgen geht's los mit dem VALENtime-Kalender bei Drachenfels Design & Heartbreaker :c)

Sonntag, 30. Januar 2011

Januar-Gesicht 2

Dieses Gesicht seh ich bislang immer nur im Dunklen.

Freitag, 28. Januar 2011

Januar-Kritzelei

Ich übe schon mal für den VALENtime-Kalender von Drachenfels Design & Heartbreaker...

Donnerstag, 27. Januar 2011

Januar-Gedicht 3

Ab dem 1. Februar startet der große VALENtime-Kalender bei Drachenfels Design & Heartbreaker, für den ich jetzt schon fleißig Ideen sammle ;c) Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die kommende kreative Zeit - diesmal werden Fotos, Zeichnungen, Collagen + X gefragt sein.


Bis dahin zum Zeitvertreib noch ein kleines Gedicht von mir.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Januar-Zettel 2

Ich seh nicht nur bei fast allen Türklinken Gesichter – schon als Kind habe ich zum Beispiel auf Raufasertapete oder gar Seifenschaum allerlei lustige, seltsame und manchmal auch gruselige Gestalten entdeckt. Haltet einfach mal die Augen offen und lasst euch überraschen... ;c)

Dienstag, 25. Januar 2011

Januar-Knopf

Winterdepression oder Frühjahrsmüdigkeit? Eine kleine Farbtherapie, wie hier mit diesem schönen Bärchen-Knopf auf knalligem Hintergrund, kann schon wahre Wunder wirken... ;c)

Sonntag, 23. Januar 2011

Januar-Pause

Heute werd ich irgendwie nicht so richtig wach...

Samstag, 22. Januar 2011

Januar-Jubiläum

Meine liebe Omi ist in diesem Monat 75 geworden, und wie es sich für eine gute Enkeltochter gehört, wollte ich ihr etwas ganz Besonderes schenken. Schnell war die Idee geboren, ihr eine spezielle Geburtstagskarte und das dazu passende Geschenkpapier zu gestalten.


Auf einem kleinen Zettel hatte ich die grobe Optik skizziert und schließlich festgestellt, dass mir gerade das Gekritzelte unheimlich gut gefällt. Also habe ich diese Vorlage verwendet, eingefärbt, ein schönes Bild von Omi eingesetzt und den ganzen Spaß ausgedruckt.



Da meine Omi nicht nur super kochen kann, sondern auch für ihr Leben gern singt und mich bei jeder Gelegenheit mit ihren Trinkliedern beglückt, will ich euch das Folgende nicht vorenthalten. Es hat seinen Ursprung wahrscheinlich im Gesangsverein von Mainz-Gustavsburg und wird zur Melodie von "Oh Tannenbaum" gesungen. Man kann es übrigens endlos weitersingen, man muss nur die Strophen wiederholen... ;c)


Einen haben wir schon
Zwei kriegen wir noch
Drei können wir noch vertragen

Was nutzt das Geld im Altersheim
bei Apfelsaft und Haferschleim
...


P.S.: Omi war beeindruckt. Jetzt kann sie sich besser vorstellen, was ich beruflich mache ;c)

Freitag, 21. Januar 2011

Januar-Licht

Früh aufstehen lohnt manchmal, zumindest hätte ich bei diesem wunderbaren Licht endlos weiter fotografieren können...

Donnerstag, 20. Januar 2011

Januar-Leserunde 2

In den letzten Wochen gab es viele Möglichkeiten, Schweigt still die Nacht zu gewinnen und/oder bei Leserunden mitzumachen. Vor kurzem habe auch ich das Glück gehabt, eins der begehrten Exemplare zu ergattern, und nun nehme ich an der Leserunde von Lovelybooks teil.

Mein erster Eindruck:

Mir hatte ja schon die Leseprobe sehr gut gefallen, doch nach dem ersten Teil des Buches bin ich richtig begeistert! Diese düstere Stimmung, eine Stadt voller Geheimnisse... das alles aus der Sicht eines Wechselbalgs, eine wirklich tolle Idee! Es hat auch ein bisschen was von Stephen King, diese Abgründe hinter einer vorgeblich positiven, über alles hinwegsehenden Fassade. Die Geschichte wird atmosphärisch dicht erzählt, der Stil ist sehr ausgereift und am liebsten würde ich stundenlang weiterlesen. Das Cover ist ein wahrer Eyecatcher und passt perfekt zum Inhalt.

Der Buchtrailer ist wirklich klasse und macht Gänsehaut...



Cover und Video © script5-Verlag

Mittwoch, 19. Januar 2011

Januar-Glückwunsch

Fleißig wurde die Kunde dieser wunderbaren Facebook-Seite weitergetragen, auf dass die magische Zahl 2555 erreicht werde. Heute ist es geschehen - 2555 Fans bei Drachenfels Design & Heartbreaker und es geht weiter!




Wer also märchenhaft schönen Schmuck liebt und gerne in guter Gesellschaft über Schokolade, Eierlikör und Männer sinniert, sollte schnell mal vorbeiklicken :c)

Januar-Gedicht 2

Das Dichten nimmt kein Ende - Drachenfels Design & Heartbreaker inspiriert mich immer wieder zu neuen Geschichten. Diesmal ist mein verwegener Kater Spike der Held.


Nachdem er sich, wie so oft, etwas unter den Nagel reißt, das er nicht haben darf, trifft er auf einen nassen, grünen Gesellen und erlebt ein ganz besonderes Abenteuer.


Dienstag, 18. Januar 2011

Januar-Kater

Auch wenn er mich regelmäßig in den Wahnsinn treibt, diesen Augen verzeih ich fast alles...

Montag, 17. Januar 2011

Januar-Buch 4

Die kleine, aber feine Leserunde bei Lies & Lausch hat mir sehr gut gefallen, genauso wie das Buch, das nach leichten anfänglichen Schwächen enorm an Fahrt zugelegt hat, sodass ich die letzten Kapitel in einem Rutsch beendet habe. Wer gerne Unsterbliche mag, die nichtsdestotrotz Menschen sind, wenn auch mit ein paar magischen Fähigkeiten, der kann bedenkenlos zugreifen. Doch Achtung! Weitere Bände folgen... ;c)

Zum Inhalt:
Nastasja ist unsterblich und schon stolze 459 Jahre alt. Ihr Leben ist eine einzige Party, sie springt mit ihren Freunden von einem Rausch zum nächsten, wechselt Städte und Kontinente, wie es ihr gerade passt und Geldsorgen sind für sie ein Fremdwort. Doch dann beginnt die schnelllebige und oberflächliche Fassade zu bröckeln und es ist, als würde Nas auswachen, als sie mitbekommt, wie ihr bester Freund Incy ohne mit der Wimper zu zucken einen Menschen mithilfe von Magie schwer verletzt. So flieht sie zu River, einer Unsterblichen, die anderen Unsterblichen Zuflucht und Hilfe anbietet. Das einfache Leben dort mit zahlreichen Verpflichtungen ist für die verwöhnte und ignorante Nas eine harte Bewährungsprobe, doch vor allem Reyn, ein Unsterblicher, der ebenfalls bei River untergetaucht ist, übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf sie aus, die sie sich nicht erklären kann. Ist sie ihm bereits in ihrer Vergangenheit begegnet?

Sprache, Stil, Figuren:
Die Geschichte wird locker und witzig in der Ich-Perspektive in der Vergangenheitsform erzählt. Zu Beginn erscheint vieles, genau wie Nas, oberflächlich und unreif, die trotz ihrer langen Lebenserfahrung die kleinsten Dinge nicht auf die Reihe bekommt. Die Tat von Incy ist sowohl für Nas als auch für den Leser schockierend, es ist aber durchaus verständlich, dass sie noch ein paar Momente wie betäubt weiter macht, bis sie schließlich die Flucht ergreift. Rivers End ist ein Haus für Unsterbliche, die den Bezug zu sich und ihrem Leben verloren haben und mitunter auch ihre Macht missbraucht und damit Lebewesen geschadet haben. Der sehr einfache von Landwirtschaft geprägte Alltag dort hilft den Unsterblichen, wieder einen Bezug zur Realität, dem Sein im Hier und Jetzt zu finden. Der Unsterbliche Reyn, der ebenfalls in Rivers End lebt, erscheint Nas wie ein Wikingergott, sie glaubt, ihn bereits zu kennen, schafft es aber lange Zeit nicht, ihn zuzuordnen. Er wiederum macht um Nas einen großen Bogen, auch wenn sich schnell abzeichnet, dass er sich ebenfalls zu ihr hingezogen fühlt. Die vergleichsweise jüngere Nell bestreitet den unsympathischen Part in der kleinen Gemeinschaft - sie ist unheimlich fixiert auf Reyn und versucht mit allen Mitteln, Nas von ihm fernzuhalten und sie schlussendlich zu vertreiben. Bei der Selbstfindung in Rivers End wird Nas vor allem mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, Rückblicke in ihre früheren Leben bringen nach und nach Licht ins Dunkel, warum eine Unsterbliche in ihrem reifen Alter derart unreif und unselbstständig lebte. Insgesamt ist der erste Band der Immortal-Reihe eher einführend zu verstehen, zwar kommt an mehreren Stellen unheimlich Spannung auf, jedoch endet das Buch offen.



Fazit:
Ein viel versprechender Auftakt einer neuen Unsterblichen-Reihe, der langsam in Fahrt kommt, dann aber wirklich zu überraschen weiß. Die Unsterblichen sind nicht übermenschlich, haben ihre Schwächen und Fehler und müssen vor allem um einiges mehr verkraften, da sie auf Jahrhunderte von guten und schlechten Erfahrungen zurückblicken. Gerade die Verbindung mit historischen Rückblicken macht die Geschichte ganz besonders.

Ausstattung:
Die Gestaltung des Schutzumschlags ist zwar genre-typisch - Mädchengesicht, Blumen, schnörkelige Schrift - gefällt mir nichtsdestotrotz sehr gut. Den schneeweißen Einband unter dem Umschlag mag ich sehr, jedoch ist er etwas empfindlich, vor allem, wenn man das Buch unterwegs dabei hat. Auf den ersten Blick und auch auf den zweiten finde ich aber, dass das Äußere des Buches nicht zum Titel passt, da hätte ich mir eher was Feuriges vorgestellt.





Cate Tiernan
Immortal Beloved 01. Entflammt
Loewe Verlag
416 Seiten
gebunden
ISBN-13: 9783785572535
Cover © Loewe Verlag

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Immortal Beloved 01. Entflammt bei Amazon

Sonntag, 16. Januar 2011

Januar-Abenteuer

Die Hochwassermeldungen der letzten Tage habe ich eher mit mittlerem Interesse verfolgt, auch wenn ich dank Flußnähe den steigenden Wasserstand gut beobachten konnte. Gestern war ich auf einer Party, die eigentlich schön gelegen in Rheinufernähe stattfinden sollte, wovon inzwischen natürlich nicht mehr die Rede sein konnte. Das Ganze glich mehr einer Insel und wäre das Wasser nur noch um ein paar Zentimeter gestiegen, wäre die Feier leider buchstäblich ins Wasser gefallen. Doch die Gastgeberin und ihre Helfer waren erfindungsreich und der abenteuerliche Weg führte über Holzbretter, Bierbänke und schließlich ein stabileres Gerüst, um in das Gebäude inmitten der schlammbraunen Fluten zu gelangen.


Der ansonsten romantische Rheinblick fehlte gestern komplett, dafür ging mir bei der großen Wasserfläche schnell die Fantasie durch und ich erwartete, jeden Moment riesige Tentakelarme aus dem Wasser emporschnellen zu sehen, die neugierige Menschlein mit sich in die Tiefe ziehen... ;c)

Samstag, 15. Januar 2011

Januar-Grün

Es ist nun Mitte Januar, der Schnee weggeschmolzen und schon liegt Frühling in der Luft – etwas früh, wie ich finde. Nicht, dass ich Schneematsch und Blitzeis vermissen würde, aber irgendwie dürfte es für mich noch ein bisschen Winter bleiben, solange auch ab und zu die Sonne scheint.

Auf jeden Fall ist die Farbe Grün eine schöne Abwechslung zu dem ganzen Weiß und Grau der vergangenen Tage.

Freitag, 14. Januar 2011

Januar-Mädchen

Ein bisschen grau wie das Wetter, aber ich hab sie trotzdem erkannt ;c)

Mittwoch, 12. Januar 2011

Januar-Buch 3

Zu diesem Buch bin ich eher spontan gekommen - die Kombination aus Fantasy mit historischen Elementen klang sehr interessant und war mal ein schöner Kontrast zu den ganzen Vampiren, Werwölfen und Engeln. Unsterbliche gibt es hier zwar auch, aber alles spielt in einer weit zurückliegenden Zeit.

Zum Inhalt:
Die nordische Fürstentochter Laurina, ihr Vater und seine Mannen müssen aus ihrem Land fliehen, da sie aufgrund ihres Glaubens an mehrere Götter mit Gewalt vertrieben werden. Jahrelang reisen sie mit dem Schiff umher, um ein Stück Boden zu finden, auf dem sie bleiben können. Bei einem gewaltigen Sturm sinkt das Schiff und alle außer Laurina kommen ums Leben. Ans Land gespült, wird sie von dem geheimnisvollen und attraktiven Gabriel gefunden und aufgenommen. Schon bald bemerkt sie merkwürdige Dinge – ihr Gastgeber erhält Botschaften mithilfe von Skorpionen und nachts verschwindet er dunkel vermummt zu ominösen Aufträgen. Als Laurina in eine Versammlung platzt, die Gabriel in seinem Haus abhält, erfährt sie Unglaubliches – Gabriel ist ein Assassine und gehört einer Bruderschaft an, deren gesamte Mitglieder unsterblich sind. Sie sind dem Emir Malkuth unterstellt, der dem derzeitigen Sultan Saladin nach dem Leben trachtet. Die Bruderschaft benötigt ein neues weibliches Mitglied, um weitere Unsterbliche erwecken zu können, nachdem Ashala, die ehemalige Lamie und Erschafferin der Unsterblichen, verstorben ist. Laurina wird zur neuen Anwärterin auserkoren, von Gabriel ausgebildet und muss sich fortan in mehreren gefährlichen Prüfungen behaupten, an deren Ende ein finaler Kampf mit dem Oberhaupt der Assassinen, Sayd, auf Leben und Tod steht. Laurina hat nichts zu verlieren außer ihrer neu entdeckten Gefühle für Gabriel und nimmt deshalb diese Herausforderung an.

Sprache, Stil, Figuren:
Die Geschichte wird hauptsächlich abwechselnd aus der Sicht von Laurina in der Ich-Form und von Gabriel in der dritten Person erzählt. So kann man sich schnell in die weibliche Hauptfigur hineinversetzen und mitfühlen. Von Laurina erfährt man direkt sehr viel, während einiges von Gabriel und den anderen Unsterblichen noch im Dunkeln bleibt. Sprachlich ausgereift und bildhaft wird ein authentischer Eindruck des historischen Hintergrunds vermittelt, Kulissen und Personen wirken lebendig und nah. Gerade die Unsterblichen bergen viele verschiedene interessante Charaktere, die jedoch nie eindimensional sind, sei es der schroffe Schreiber Jared, der hilfsbereite Schmied David, der schmerzerfüllte Malik oder der hinterhältige Hakim. Auch der Emir ist unsterblich, scheint sich seiner Macht aber nicht bewusst zu sein, da er seine gesamte Energie in mörderische Pläne gegen den Sultan legt. Ihm zur Seite stehen die verrückten Giftmischer-Zwillinge, die stets Augen und Ohren offen halten, um ihren Herrn zu unterstützen.

Obwohl der erste Band eher einführend zu verstehen ist, wird es an mehreren Stellen sehr spannend – da gibt es zum einen die anbahnende Liebe zwischen Laurina und Gabriel, deren Entwicklung sich konsequent durch das gesamte Buch zieht. Auch Laurinas Lehrzeit birgt viele atemlose Momente mit lebensgefährlichen Prüfungen, die es zu bestehen gilt. Zum anderen gibt es Umbrüche in der Gesellschaft der Unsterblichen, von der sich ein Teil hinter den rücksichtslosen Emir stellt und er andere Teil, darunter auch Gabriel und der oberste Assassine Said, die langfristigen Ziele und Motive hinterfragt. Das alles gipfelt schließlich in einem filmreifen Showdown.

Das Elixier der Ashala



Fazit:
Corinna Baumann ist mit Sephira – Bruderschaft der Schatten ein klasse Auftakt einer historischen Fantasy-Serie gelungen, der mit vielschichtigen Figuren und einer tollen sprachlichen Gestaltung begeistert. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bände!

Ausstattung:
Der samtig beschichtete Schutzumschlag wurde sehr detailverliebt gestaltet, es lassen sich eine Landkarte, ein zentral gestelltes mysteriöses Symbol, Pyramiden, ein Skarabäus und eine junge, kampfbereite Frau mit Schwert darauf entdecken. Der Schriftzug des Buches wurde mit der Illustration einer Schreibfeder kombiniert und wirkt antik. Innen findet man auf den Vor- und Nachsatzblättern eine grob skizzierte, historisch anmutende Landkarte und ein Register der Personen, was den Handlungsüberblick unterstützt und erleichtert.





Corina Bomann
Sephira - Ritter der Zeit. Die Bruderschaft der Schatten; Band 1
Ueberreuter Verlag
462 Seiten
gebunden
ISBN-13: 9783800055739
Cover © Ueberreuter Verlag

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Sephira bei Amazon

Januar-Gedicht

So, auch im neuen Jahr habe ich schon fleißig gedichtet. Inspiriert und animiert wurde ich dazu wieder von Drachenfels Design & Heartbreaker, denen die Zeit nach dem Adventskalenderspiel anscheinend zu langweilig wurde, sodass sie zum großen Neujahrsdichten aufgerufen hatten. Einzige Bedingung war, dass man drei Drachenfels- oder Heartbreaker-Kollektionsnamen in sein Werk einbauen sollte, ob nun Gedicht, Fabel, Parabel oder ähnliches.


In letzten Tagen habe ich also Ideen gesammelt und mir überlegt, wie ich diese am besten zu Papier bringe. Lustig sollte es sein, mit einem Augenzwinkern und einem Happy End. Ein eher sponter Einfall war die Umdichtung eines bekannten Kinderliedes, das, wie ich bei Recherchen feststellte, doch ursprünglich sehr blutrünstig ist...


Weitere Gedichte folgen ;c)

Dienstag, 11. Januar 2011

Januar-Zettel

Was tun, um den grauen Büroalltag ein wenig aufzulockern? Man nehme einen gelben Zettel, setze einen Punkt und überrasche damit eine nette Kollegin oder Kollegen. Wenn derjenige genauso viel Quatsch im Kopf hat wie man selbst, kann dabei was Interessantes herauskommen...

Montag, 10. Januar 2011

Januar-Morgen

Heute Morgen war es schon ein wenig gruselig da draußen… ich muss bei Nebel immer an eine nette Kurzgeschichte von Stephen King denken ;c)

Sonntag, 9. Januar 2011

Januar-Buch 2

Wer hätte es nicht gern, das Rezept zum ultimativen Glück - so gesehen ist der Titel für dieses Buch perfekt gewählt, nicht nur, dass alle Figuren in dem Buch ihr Glück finden, es ist zudem voll von appetitanregenden Rezepten. Eins meiner absoluten Lieblingsbücher Bittersüße Schokolade vereint ebenfalls Rezepte mit einer Liebesgeschichte, wenn auch um einiges dramatischer und in Kombination mit einer Familiensaga.

Zum Inhalt:
Elena Alvarez, Enddreißigerin und erfolgreiche Köchin mit tragischer Vergangenheit, bekommt von dem Restaurantbesitzer und berühmten Regisseur Julian Liswood ein verführerisches Angebot - sie soll Küchenchefin in seinem neuen Restaurant in Aspen werden und dort eine Küche ganz nach ihrem Geschmack aufbauen. Bislang war es für Elena schwierig, sich in einer männerdominierten Branche zu behaupten, und im letzten Restaurant, in dem sie arbeitete, setzte sie ihr Chef und Ex-Freund Dmitri vor die Tür, da sie mit ihrem Talent zu viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Nur zu gern ergreift sie also die Gelegenheit beim Schopf und packt ihre sieben Sachen, ihren Hund Alvin und die Geister ihrer Vergangenheit ein, um ein neues Leben zu beginnen.

Sprache, Stil, Figuren:
Die Geschichte wird in der Vergangenheitsform erzählt und begleitet in der dritten Person kapitelweise die einzelnen Figuren. Stilistisch ausgereift liest sich das Buch flüssig weg, Personen, Kulissen und auch Gefühle werden spielend leicht vermittelt und gerade durch die Verbindung mit sinnlichen Erfahrungen besonders gut erlebbar. Die Hauptfigur ist ganz klar Elena, die nach einer schwierigen Kindheit und einem dramatischen Unfall in jungen Jahren sowohl seelische als auch körperliche Wunden davongetragen hat, die sie bis heute begleiten, seien es die Schmerzen ihres lädierten Körpers oder auch die Geister ihrer Schwester Isobel und ihres damaligen Freundes Edwin. Seit damals lässt sie nur wenige Menschen an sich heran und Beziehungen jeglicher Art werden auf Sparflamme gehalten. Das ändert sich in Aspen ganz schnell, denn auf kleinem Raum treffen nun viele verschiedene Menschen aufeinander, die alle ihre eigene Geschichte haben. Der Regisseur Julian will sich nach mehreren gescheiterten Ehen endlich um seine heranwachsende Tochter Portia kümmern, die sich nichts mehr als eine richtige Familie wünscht. Der bisherige Küchenchef des Restaurants in Aspen, Ivan, leidet ebenfalls unter einer schlimmen Vergangenheit, die er mit übermäßigen Alkohol-Konsum und seiner oft unfreundlichen Art zu verbergen sucht. Der perfektionistische Patrick, den Elena zur Unterstützung mitbringt, lebt in einem Zwiespalt zwischen seinem reichen, konservativen Elternhaus und seinen ganz persönlichen Träumen. Gemeinsam wird etwas aufgebaut, sodass so manch einer aus dem bunten Reigen über seinen Schatten springen muss, damit es funktionieren kann.

Das ist auch der Haupt-Kritikpunkt, den ich an der Geschichte habe. Jeder hat eine schreckliche Vergangenheit und findet innerhalb kürzester Zeit die Lösung für seine Probleme. Dadurch wirken die Figuren etwas klischeebehaftet und stereotyp. Zudem kommt wenig Spannung auf, da schnell klar ist, wer zu wem gehört, auch wenn es etwas dauert, bis es zur Auflösung kommt. Nichtsdestotrotz habe ich mich gut unterhalten und sehr wohl gefühlt, einige Zeit mit Elena und ihren Freunden zu verbringen.

Die oft im Buch genannten Latkes könnten ungefähr so aussehen.


Fazit:
Mit kleinen Abstrichen ein Roman zum Wohlfühlen und darin versinken - leckere Gerichte, sympathische Figuren und ein Happy End sind die Zutaten des Glücksrezepts.

Ausstattung:
Die Optik passt zwar nicht wirklich zu den überwiegend spanischen Rezepten, ist aber sehr auffällig und ansprechend für Rosa-Liebhaber und Romantiker.





Barbara O‘Neal
Das Glücksrezept
Page & Turner
480 Seiten
gebunden
ISBN-13: 9783442203598
Cover © Page & Turner

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Das Glücksrezept bei Amazon

Freitag, 7. Januar 2011

Januar-Zitat

Ich habe in Kapitel 9 von Immortal Beloved 01. Entflammt eine wunderbare Textstelle entdeckt, die mich wirklich beeindruckt hat.
"Weißt du noch, wie lang dir als Kind jeder Tag vorkam, und dass jedes Jahr bis zu deinem Geburtstag eine Ewigkeit zu dauern schien? (...) Das liegt daran, dass ein Jahr für eine Zehnjährige gigantische zehn Prozent ihrer gesamten Existenz sind. Und wenn man sich nicht mehr an die ersten zwei oder drei Jahre erinnert, ist ein Jahr ein noch größerer Teil des bisherigen Lebens. (...) Wenn du vierzig bist, ist ein Jahr nur noch ein Vierzigstel deiner gesamten Existenz. Und so scheint jedes Jahr schneller zu vergehen und weniger bedeutsam zu sein. (...)" Seite 124/125





Das könnte erklären, warum mir das letzte Jahr so furchtbar kurz vorkam ;c)

Donnerstag, 6. Januar 2011

Januar-Leserunde

Bei Lies & Lausch hatte ich noch im letzten Jahr das Glück, eins der begehrten Lese-Exemplare für die Leserunde zu Immortal Beloved 01. Entflammt zu gewinnen. Am 03. Januar ist die Runde gestartet und nun bin ich mitten drin :c)

Mein erster Eindruck:
Die Gestaltung des Schutzumschlags ist zwar genre-typisch - Mädchengesicht, Blumen, schnörkelige Schrift - gefällt mir nichtsdestotrotz sehr gut. Den schneeweißen Einband unter dem Umschlag mag ich sehr, jedoch ist er etwas empfindlich, vor allem, wenn man das Buch unterwegs dabei hat. Auf den ersten Blick finde ich aber, dass das Äußere des Buches nicht zum Titel passt, da hätte ich mir eher was Feuriges vorgestellt. Ich bin gespannt, ob mein Eindruck täuscht. Die große Schrift, die kurzen Kapitel und auch der lockere Stil sorgen für einen schnellen Lesefluss. Die Unsterbliche Nastasja ist ein sympathischer, zunächst scheinbar oberflächlicher Charakter, der einen durch die Ich-Perspektive gut in die aktuellen Geschehnisse und die Geheimnisse der Unsterblichen einführt, dennoch bleibt erst mal einiges im Dunkeln.

Wer auf das Buch neugierig ist, kann auch gern bei der Lies & Lausch-Leserunde vorbeischauen. Hier noch als kleiner Appetit-Happen der Trailer zum Buch.



Cover und Video © Loewe-Verlag

Mittwoch, 5. Januar 2011

Januar-Schnappschuss

Gedanklich den ganzen Tag mit Drachen, Fröschen und Feen beschäftigt, ist wohl die Fantasie ein wenig mit mir durchgegangen ;c) Zumindest hätte ich dieses kleine, dekorative Papierchen fast mitgenommen...

Dienstag, 4. Januar 2011

Januar-Gesicht

Manchmal lohnt der Blick nach oben...

Montag, 3. Januar 2011

Januar-Buch

Von Nina Blazon habe ich ja schon einige Bücher gelesen, die mich sehr begeistert haben, gerade wenn es einen historischem Hintergrund gab. Also kein Wunder, dass Totenbraut ganz oben auf meiner Must-Read-Liste stand.

Zum Inhalt:
Im Jahre 1731 ist in Serbien Glaube und Aberglaube steter Bestandteil im Herzen der Menschen. Die Armut im Land ist groß und so wird die junge Jasna von ihrem Vater für viel Geld an einen Gutsherren verkauft, der zufällig vorbei kommt und auf der Suche nach einer Braut für seinen Sohn ist. Schweren Herzens nimmt Jasna Abschied von ihren geliebten Schwestern und vor allem bei Bela fällt es ihr schwer, da ihr die ätherische Schwester am nächsten stand. Der Gutsherr Jovan Vucović nimmt Jasna mit auf seinen Hof, der nah an der Grenze zum Osmanischen Reich, dem Türkenland, liegt. Schon bei der Hochzeit mit Danilo, die schnell und ohne die üblichen Rituale vonstatten geht, merkt sie, dass etwas mit ihrer neuen Familie nicht stimmt. Ein dunkler Schatten scheint über den Bewohnern des Hofes zu liegen, Türen bleiben verschlossen und Geheimnisse lauern in dunklen Ecken. Als die rechtschaffene Jasna versucht, im Dorf und vor allem in der dortigen Kirche Anschluss zu erhalten, stößt sie auf offene Feindseligkeit. Die Dorfbewohner glauben, das auf Jovan Vucović, seinem Sohn und dem Gut ein Fluch liegt und wollen mit niemandem von dort etwas zu tun haben. Einzig der Fahrende Dušan und die Witwe Anica suchen den Kontakt zu ihr. Als sich plötzlich seltsame Todesfälle häufen, liegt für jeden auf der Hand, dass ein Vampir sein Unwesen treibt und alle Blicke richten sich auf Jovans Hof...

Sprache, Stil, Figuren:
Jasna ist die Hauptfigur und erzählt die Geschichte rückblickend aus der Ich-Perspektive. Authentisch für diese Zeit werden mit eindringlichen Worten Erlebnisse, Personen und Kulissen beschrieben, sodass man sogartig in die Vergangenheit gezogen wird. Stellenweise liest es sich wie im Märchen, so bezaubernd schön und faszinierend wurde die Sprache gewählt.
Doch so schön Bela war, das Allerschönste an ihr waren die Hände. Weiß und feingliedrig, schienen sie ein Eigenleben zu haben. Sie nähten und strickten von ganz allein mit dem roten Garn, während Belas selbstvergessener Blick in die Ferne schweifte. Sie sah niemanden direkt an, auch mich nicht, aber sobald ich vor ihr stand, lächelte sie und ihre Hände umschlossen zart wie Lilienblätter mein Gesicht, strichen über Wangenbögen und Brauen. (Seite 37)
Alle Figuren außer Jasna, die dem Leser durch die Perspektive schnell sehr vertraut ist, enthüllen erst nach und nach ihre wahren Eigenschaften und Absichten, sei es der mürrische und abweisende Danilo, die stumme und kämpferische Haushälterin Nema, die Außenseiterin und Witwe Anica oder der vorwitzige Holzfäller Dušan. Keiner bleibt schwarz oder weiß und zu schnell gefasste Meinungen werden alsbald widerlegt.


Lange Zeit bleiben die Geschehnisse auf Jovans Hof im Dunkeln und die Geheimnisse werden nur zögerlich gelüftet, um im nächsten Atemzug neue zu entdecken. Doch Jasna bleibt hartnäckig auf ihrer Suche nach der Wahrheit, während sich die Ereignisse immer weiter zuspitzen und schließlich eine Auflösung gegen Ende kommt, die sowohl überrascht als auch schlüssig den historischen Hintergrund dieser Geschichte unterstreicht.

Fazit:
Nina Blazon zeigt eine andere, historische Seite der Vampire, der sich niemand entziehen kann, der gut recherchierte, spannende und auch ein wenig romantische Romane liebt.

Ausstattung:
Die auffällige Umschlagsgestaltung passt zwar gut zum Vampirthema, ist aber weniger romantisch und verschnörkelt, was eine Brücke zum Historischen schlägt. Der Schriftzug Totenbraut ist in Silber gehalten und wirkt so, als wären die Ränder etwas angekokelt. Insgesamt ist es eine sehr schöne Optik.





Nina Blazon
Totenbraut
Ravensburger Buchverlag
429 Seiten
gebunden
ISBN-13: 9783473353040
Cover © Ravensburger Buchverlag

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Totenbraut bei Amazon