Sonntag, 15. August 2010

August-Zitat

Vor ein paar Jahren hatte ich das Glück, die vergriffene Taschenbuch-Auflage des Buches Der Fürst des Nebels von Carlos Ruiz Zafón auf einem Flohmarkt zu ergattern. Der unvergleichlich poetische Erzählstil von Zafón ist auch schon in seinen jüngeren Werken beeindruckend und so habe ich darin einige Passagen gefunden, die mich berührten und es wert waren, in meinem Zitate-Buch niedergeschrieben zu werden. Zum heutigen Tag passt dies hier besonders.

Er mochte den Regen und das Geräusch des Wassers, das durch die Regenrinne am Rand des Daches hinunterströmte. Wenn es ganz stark regnete, hatte Max oft das Gefühl, die Zeit bliebe stehen. Es war wie eine Ruhepause, in der man mit allem, was man gerade getan hatte, aufhören konnte, um sich ganz einzustimmen in dieses Naturschauspiel und stundenlang den unendlichen Vorhang aus Himmelstränen von einem Fenster aus zu beobachten. Er legte das Buch auf den Nachttisch zurück und löschte das Licht. Eingehüllt in das hypnotische Geräusch des Regens, schlief er ein.

Carlos Ruiz Zafón, Der Fürst des Nebels(Seite 62)

Inzwischen nenne ich die Neuauflage dieses Werkes dank einem Gewinnspiel bei Hierschreibenwir.de mein eigen, die dem Inhalt entsprechend wunderschön und sammlungswürdig gestaltet ist :c)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen