Mittwoch, 30. Juni 2010

Juni-Abschied

Juni-Zitat

Im Moment fehlen mir einfach die Worte. Darum hier ein Zitat aus dem Buch Ballade. Der Tanz der Feen von Maggie Stiefvater, das ich gerade lese.
"James Antioch Morgan", sprach der König der Toten, und als er James' Namen sagte, klang es wie Musik. "Du wirst dich vor eine Wahl gestellt sehen. Triff die richtige." James Augen glitzerten in der Dunkelheit. "Welche ist die richtige Wahl?" "Die schmerzliche", antwortete Cernunnos. (Seite 303)

Donnerstag, 24. Juni 2010

Juni-Baum

Darf ich vorstellen, mein Lieblingsbaum!



May I introduce, my favorite tree!

Dienstag, 22. Juni 2010

Juni-Künstler

Ich möchte meinen Blog gern nutzen, um auf einen ganz besonders talentierten Künstler aufmerksam zu machen: Netheriel. Vor ungefähr einem Jahr habe ich seine Werke zufällig in den Weiten des Internets entdeckt, ihn angeschrieben und aus regelmäßiger Fachsimpelei und Meinungsaustausch ist inzwischen eine gute Freundschaft entstanden. Seine Bilder befassen sich größtenteils mit fantastischen Welten, sind aber nie eindimensional oder gar langweilig, und bedienen sich verschiedenster Techniken, die er sich in Eigenregie beigebracht hat. Dieses wunderschöne Wichtelbild hat er für mich gemacht, es hat einen Ehrenplatz in meinem Wohnzimmer :c)



Am liebsten hätte ich all meine Wände voll mit seinen Bildern...

Netheriel bei MySpace

Netheriel bei Deviantart

Sonntag, 20. Juni 2010

Juni-Buch 7

Derzeit gibt es sooooooo viele schöne, neue Bücher, am liebsten würde ich alle auf einmal lesen :c)

Zum Inhalt:
Die 16-jährige Deirdre ist sehr schüchtern und fühlt sich meistens wie unsichtbar an ihrer Schule, wo der gleichaltrige James ihr einziger und bester Freund ist. Auch in der Familie hat sie wenig Rückhalt, da ihr Vater ebenfalls sehr zurückhaltend ist, ihre strenge Mutter ihre Gefühle kontrolliert und nie zeigt und ihre erfolgreiche Tante sie bei jeder Gelegenheit mit kränkenden Worten herabsetzt. Einzig ihre Großmutter Granna scheint sich um sie zu sorgen. Wenn Deirdre Auftritte hat und das Publikum mit ihrem Harfenspiel und ihrer engelsgleichen Stimme begeistert, fühlt sie sich wahrgenommen, doch wie sie glaubt, nur aufgrund ihres Talents und nicht wegen ihrer Persönlichkeit. Bei einem Musikwettbewerb trifft sie Luke Dillon, einen Flötenspieler, den sie schon in ihren Träumen gesehen hat, und spielt zusammen mit ihm auf der Bühne ein unvergessliches Duett. Und mit einem Mal ist Deirdres zuvor langweiliges und gleichförmiges Leben wie ausgewechselt. Der geheimnisvolle Luke geht ihr nicht mehr aus dem Kopf und es häufen sich seltsame Ereignisse - überall tauchen vierblättrige Kleeblätter auf, bedrohliche Erscheinungen verfolgen Deirdre und schließlich stellt sie an sich selbst unerwartete Veränderungen fest. Schrittweise findet sie heraus, dass ihr musikalisches Ausnahmetalent das Interesse des Feenvolks geweckt hat und Luke von der Feenkönigin ausgesandt wurde, um sie zu töten. Jedoch hat auch er sein Herz an Deirdre verloren...

Stil, Sprache, Figuren: Die Geschichte ist in 6 Bücher unterteilt, die jeweils mit einem kurzen Ausschnitt aus einem irischen Volkslied beginnen, das stets von Liebe, Leid und Abschied handelt. Das unterstreicht den Bezug zu Irland und der Musik im Speziellen, die Deirdre und Luke verbindet. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Deirdre in der Vergangenheitsform, so kann man schnell in ihre Gedankenwelt eintauchen. Die sprachliche Gestaltung ist jugendlich und stellenweise sehr poetisch.
Ich öffnete die Hintertür und stand vor einen fremdartigen silbrigen Welt. Der Nebel waberte, und das Mondlicht schimmerte hindurch und tauchte die Landschaft in kühles, leuchtendes Blau. (Seite 155)
Die Figuren sind mitunter ein wenig blass, es dauert zum Beispiel recht lange, bis der Leser erfährt, wie Deirdre aussieht. Zudem hatte ich das Gefühl das in dem Buch ein oder mehr Kapitel vom Anfang fehlen, denn es ist zwar die Rede von Träumen, die Deirdre zuvor von Luke hatte, und auch davon, dass sie in der Schule nicht zurecht kommt, jedoch hat man daran als Leser keinen direkten Anteil. Auch bei den anderen Personen werden viele Motive und Hintergründe nur angerissen. Da ist durchaus noch Potential für weitere Folgebände, um alle offenen Fragen zu beantworten, gerade was Deirdres kontrollierte Mutter und deren unausstehliche Schwester betrifft.

Fazit: Lamento ist ein zauberhaftes Feenmärchen voller klassischer, irischer Sagenelemente, bei dem man beim Lesen förmlich den Klee riechen kann. Mit ein paar kleinen Abstrichen bekommt der Leser hier alles geboten, was das Herz begehrt: fantastische Gestalten, Spannung, Geheimnisse, Musik und schicksalhafte Liebe.


Ausstattung: Der Schutzumschlag des gebundenen Buches ist sehr liebevoll gestaltet: auf tiefgrünem Grund befindet sich das Bild eines rothaarigen Mädchens mit grünen Augen, das sehr nachdenklich schaut. Darüber gelegt wurden Blumenranken, die entweder den Hintergrund aufhellen oder mit diesem multiplizieren. Zusammen mit dem Lamento-Schriftzug wurden sie zusätzlich lackiert. Der Einband unter dem Umschlag ist in einem schönen, satten Kleeblatt-Grün gehalten, die Schrift auf dem Rücken in einem schlichten Beige. Insgesamt ist es eine sehr hochwertige Gestaltung, die auffällt.

Vielen Dank an den PAN-Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.




Maggie Stiefvater
Lamento: Im Bann der Feenkönigin
PAN-Verlag
348 Seiten
gebunden
ISBN-13: 978-3426283103
Cover © PAN-Verlag

Lamento bei Amazon

Die ausführliche Rezension bei der Leser-Welt

Lament at Amazon

Samstag, 19. Juni 2010

Juni-Knopf


So langsam wird es Zeit, mir ein paar neue Knöpfe zuzulegen, das kleine Wundertütchen von meiner Freundin neigt sich leider dem Ende zu...

Freitag, 18. Juni 2010

Juni-Buch 6

Für die Leser-Welt habe ich Schattenauge von Nina Blazon gelesen, die ich schon persönlich auf der Fantasy-Lesenacht in Flörsheim-Weilbach treffen durfte.

Zum Inhalt: Zoë möchte gern vergessen, vergessen, dass ihre beste Freundin Ellen ihr ihren Freund David ausgespannt hat, vergessen, dass ihre Mutter sie ständig auf ihren Bruder aufpassen lässt, vergessen, dass sie nicht der Teenager sein kann, der sie sein will. Gut geht es ihr nur, wenn sie beim Laufen oder Tanzen, inmitten der zuckenden Lichter und dröhnenden Bässe, ihre Gedanken und Sorgen ausblenden kann. Dann plötzlich beginnt sie sich zu verändern, Geräusche und Gerüche werden immer deutlicher und schärfer, ihre körperliche Schnelligkeit nimmt zu. Von Irves und Gil erfährt sie schließlich, dass sie eine Panthera ist, ein Mensch mit einem Raubtierschatten, der sich in Extremsitutionen wie eine Art Aura über ihren Körper legt und ihr tierische Kräfte verleiht. Während sich zwischen ihr und Gil eine Liebesgeschichte entwickelt, hält die Stadt grausame Morde in Atem und die Opfer sind ausschließlich Panthera...

Es wird im Wechsel aus Zoës und Gils Perspektive erzählt, was auch durch die Verwendung von verschiedenen Schriften kenntlich gemacht wird. Während Zoës Sicht aus der 3. Person geschildert wird, erfährt man Gils Gedanken in der Ich-Form. Zu Anfang ist das etwas gewöhnungsbedürftig, doch dann erhält die Handlung gerade durch diesen Kontrast eine spezielle Dynamik, die einen immer tiefer eintauchen lässt. Während Zoë noch am Anfang ihres Panthera-Daseins steht und alles neu erlebt, hat Gil schon mehr Erfahrung und hinterfragt die Hintergründe, erforscht die Ursprünge und die Regeln, nach denen die Panthera leben.

Eine kleine Skizze von Zoë und ihrem Schatten



Fazit: Mit Schattenauge ist Nina Blazon eine außergewöhnliche Gestaltwandlergeschichte gelungen, die außerhalb der ausgetretenen Pfade zu überzeugen weiß. Zwar braucht die Handlung einige Zeit, bis sie in die Gänge kommt, und die Figuren wachsen einem erst langsam ans Herz, doch gegen Ende würde man am liebsten weitere Abenteuer aus dem Großstadtdschungel lesen.

Ausstattung:
Das Hardcover hat einen wunderschönen Umschlag, auf dem ein Mädchengesicht zu sehen ist, das in eine Raubkatze übergeht. Die Augen der beiden stimmen überein und sind zusätzlich lackiert. Insgesamt ein Eyecatcher und passend zum Inhalt.




Nina Blazon
Schattenauge
Ravensburger Buchverlag

480 Seiten
gebunden
ISBN-13: 978-3473353149
Cover © Ravensburger Buchverlag

Schattenauge bei Amazon

Meine ausführliche Rezension bei der Leser-Welt

Juni-Buch 5

Da Lila eine meiner Lieblingsfarben ist, hat mich dieses Cover natürlich magisch angezogen. Bei Ebay konnte ich das Buch für einen Schnäppchenpreis ergattern und vor kurzem habe ich es aus meinem riesigen RUB - Regal ungelesener Bücher - gezogen, obwohl es der Anfang einer Trilogie ist und die Folgebände noch nicht auf deutsch erschienen sind, und es in Rekordzeit gelesen :c)

Zum Inhalt:
Lia Kahn ist tot. Doch Lia Kahn lebt weiter. Bislang war Lias Leben sehr einfach. Ein reiches Elternhaus und die Ausstattung mit den besten körperlichen und geistigen Vorzügen durch Genmanipulation garantierten ihr ein sorgenfreies Leben mit zahlreichen Freunden und jeglichem Spaß, den man sich für Geld kaufen kann. Bis eines Tages ein schrecklicher Unfall geschieht, der ihren Körper dermaßen zerstört, dass zu einer extremen Maßnahme gegriffen wird, um sie zu retten: Man extrahiert ihr Gehirn, zerlegt es in einzelne Scheiben und scannt sie ein, um einen Download vorzunehmen, bei dem ihr Geist in einen künstlichen Körper transferiert wird, eine Maschine. Menschliche Bedürfnisse wie Essen oder Trinken gehören nun der Vergangenheit an, ihr Körper ist nahezu unverwüstlich, wird niemals altern und kann jederzeit durch einen anderen ersetzt werden. Lia ist jetzt unsterblich.

Mühsam muss sie lernen, diese neue Hülle zu beherrschen, doch vor allem die Gefühllosigkeit macht ihr schwer zu schaffen. Sie weiß zwar, welche Sinneseindrücke sie hat, kann sie aber nicht wie früher spüren. Als sie in ihr altes Leben zurückkehrt, muss sie feststellen, dass sie von der ehemaligen beliebten Trendsetterin zum neuen Grusel- und Hassobjekt geworden ist. Ihre Freundinnen gehen direkt auf Abstand, ihr Freund kann ihren Anblick kaum ertragen, und ihre kleine Schwester übernimmt nach und nach ihr gesamtes Umfeld. Sogar religiöse Fanatiker haben Lia im Fokus und beschimpfen sie als Ding und Gotteslästerung. Nur der schräge Außenseiter Auden interessiert dafür, was hinter Lias neuer, perfekter technischer Fassade steckt, steht ihr zur Seite und bietet ihr seine Freundschaft an. Bald treffen die beiden auf andere künstliche Menschen, Skinner, oder MechHeads, wie sie sich selbst nennen, um sich von den Orgs, den organischen Menschen abzutrennen.

Schmerzhaft beginnt für Lia nun die Ablösung von ihrem alten Leben und die Erkenntnis, dass sie anders ist. Sie ist kein Mensch mehr. Oder doch?

Fazit: Skinned ist ist eine absolute Ausnahmeerscheinung auf dem derzeitigen Buchmarkt und keine leichte Lektüre für zwischendurch - es rüttelt auf, schockiert, fasziniert, macht nachdenklich und lässt einen schließlich sprachlos zurück. Denn wo fängt das Menschsein an, wo hört es auf? Ist das Bewusstsein eine rein menschliche Eigenschaft oder kann ein Computer so programmiert werden, dass er denkt, er sei wirklich ein Mensch? Kann ein Computer überhaupt einen freien Willen haben, wenn er von Menschenhand gefertigt wurde? Ich kann es auf jeden Fall kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit Lia weitergeht!

Das Buch inspirierte mich zu einem kleinen Muster



Ausstattung: Beim Schutzumschlag des gebundenen Buches wurde angenehmerweise auf die derzeit moderne Kombination aus Mädchengesicht mit Schnörkeln verzichtet, was aufgrund der Thematik auch sinnvoll und logisch ist. Der Umschlag ist in einem tiefen, leuchtenden Lila-Ton gehalten, auf dem sich ein Muster aus kristallinen, regelmäßig angeordneten Strukturen und zentral ein einzelner Kristall befindet. Die geometrischen Formen werden auf den bedruckten Vorsatzblättern wiederholt. Ein strahlend lilafarbenes Lesebändchen rundet die gelungene Gestaltung ab.





Robin Wasserman
Skinned
script5-Verlag
375 Seiten
gebunden
ISBN-13: 978-3839001066
Cover © script5-Verlag

Skinned bei Amazon

Die ausführliche Rezension bei der Leser-Welt

Skinned at Amazon

Donnerstag, 17. Juni 2010

Juni-Schnappschuss 2

Bevor es wieder an die Bücher geht, nochmal ein kleiner Schnappschuss. Bäume sind eins meiner liebsten Motive, vor allem wenn sie derart die Fantasie beflügeln wie dieser hier. Wer fühlt sich da nicht beobachtet?



Before I continue with books, again a small snapshot. Trees are one of my favourite motives, if they inspire the imagination like this.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Juni-Schnappschuss

Wie gut, dass es brach liegende Baustellen gibt, auf denen so dekorative Metallteile ungehindert vor sich hin rosten können ;c)




Recently on a building lot...

Dienstag, 15. Juni 2010

Juni-Buch 4

Lucian stand schon geraume Zeit auf meiner Muss-unbedingt-haben-am-besten-sofort-Liste und irgendwann war mir das Tauschglück bei Tauschticket hold :c) Für sage und schreibe 2 Tickets hab ich es mir geschnappt, der Tauschpartnerin war der Zustand zu schlecht, doch selbst ich absoluter Pingel bin voll und ganz zufrieden. Der Schnitt ist unten etwas angedrückt, aber ansonsten gibt es nichts auszusetzen. An dieser Stelle: Tauschticket ist toll! Meine Bilanz nach fast 6 Jahren: ca. 400 getauschte Bücher, CDs und DVDs, ein paar gleichgesinnte Bekannte und eine besonders liebe Freundin, meinen Bücherzwilling Anette!

Die Bücher von Isabel Abedi sind wie Urlaub - man kann voll und ganz darin versinken, fühlt sich sofort wohl und erlebt immer wieder angenehme Überraschungen. Bei der Fantasy-Lesenacht in Flörsheim-Weilbach kam ich schon in den Genuss, Frau Abedi persönlich aus ihren Büchern lesen zu hören, und auch bei diesem hatte ich ihre tolle Lesestimme in meinem Kopf.

Zum Inhalt: Solange Rebecca denken kann, gibt es jeden Mittwoch die Ladies Night In mit ihrer Mutter Janne und deren Lebensgefährtin Spatz, einem Abend nur unter Mädels, bei der eine das Abendprogramm bestimmen darf. Dieses Mal wünscht sich Janne, dass der Dachboden ausgemistet wird. Doch wie das so ist, wenn man in alten Erinnerungen kramt, fallen den dreien auch viele Schätze in die Hände, die sie bereits vergessen hatten, aber nun nicht mehr hergeben wollen. Als Rebecca ihren alten Teddybären Lu findet, spürt sie, wie sich ihrem Inneren ein kleiner Riss auftut, als würde ihr etwas fehlen, das sie nicht benennen oder gar begreifen kann. In derselben Nacht kann sie nicht schlafen und sieht draußen auf der Straße an einer Straßenlaterne einen Jungen stehen, der zu ihrem Fenster heraufschaut. Scheinbar zufällig trifft sie nun überall auf eben diesen Jungen, der eine unausweichliche Anziehungskraft auf sie ausübt. Als sie schließlich mit ihm ins Gespräch kommt, stellt sich heraus, dass er sein Gedächtnis verloren hat, jedoch ständig von Rebecca träumt, sei es aus der Vergangenheit, als sie noch ein kleines Mädchen war, oder von der Zukunft, und genauso von ihr angezogen wird wie sie von ihm. Hingegen Rebeccas Freunde und Familie halten Lucian, wie er sich selbst nennt, für einen gefährlichen Stalker und wollen die beiden voneinander fern halten. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Rebecca von ihrer Mutter nach Los Angeles zu ihrem Vater abgeschoben wird, und sie durch die Trennung unaussprechliche Schmerzen erleidet. Was ist es, das sie und Lucian so miteinander verbindet? Wird sie ihn wiedersehen, weit weg von Zuhause?

Meine Kritzelei beschäftigt sich mit den Schätzen, die Rebecca, Janne und Spatz auf dem Dachboden entdecken.



Fazit: Zum Träumen schön, selten hat mich ein Buch so sehr bewegt wie dieses. Emotional, spannend, unerwartet – wer denkt, er würde hier ein weiteres Buch nach Schema F "Mädchen trifft mysteriösen Jungen" vorfinden, wird positiv überrascht! Die Auflösung ist schlüssig und wunderschön, auch wenn das Ende dann etwas schnell und ohne weitere Erklärungen kommt, ist dies ein Buch, das ich definitiv immer wieder lesen werde.

Ausstattung: Die Umschlagsgestaltung ist schlicht zauberhaft und passend zu anderen Titeln von Isabel Abedi aus demselben Verlag. Auf schwarzem Grund befindet sich eine Feder, die lackiert wurde, und so einen tollen Kontrast zu der rauen Struktur des Umschlagspapiers bildet.





Isabel Abedi
Lucian
Arena Verlag
553 Seiten
gebunden
ISBN-13: 978-3401062037
Cover © Arena Verlag

Lucian bei Amazon

Die ausführliche Rezension bei der Leser-Welt

Montag, 14. Juni 2010

Juni-Buch 3

Bei Leserunden.de habe ich dieses wunderschöne Buch gewonnen und erneut an einer tollen, autorenbegleiteten Leserunde teilgenommen. Leider konnte ich mich katzenbedingt nicht so ausführlich beteiligen, wie ich es wollte, aber die interessanten Gedanken der anderen habe ich auf jeden Fall mitgelesen. An dieser Stelle vielen lieben Dank an die Veranstalter, die Autorin Susanne Gerdom und alle Teilnehmer.

Zum Inhalt: Der Halbelf Lluigolf lebt in Weidenheim bei seiner menschlichen Mutter und seiner Stieffamilie. Aufgrund seiner Abstammung ist er wenig akzeptiert, sowohl von Leuten in seinem Dorf, als auch von den Elben, die in der Nähe wohnen. Mit der jungen Elbin Siiran hat er ein heimliches Verhältnis, das jedoch immer schwieriger wird, da es von ihren Eltern nicht erwünscht ist. Als Siiran plötzlich an einer mysteriösen Krankheit stirbt, verlässt Lluis seine Heimat und macht sich auf die Reise in die Mark Raakus, um dort eine Anstellung zu finden. Zunächst gerät er in zwielichtige Gesellschaft der „Kröte" und wird an einer Schule für Diebe angenommen und ausgebildet. Er lernt aber auch schnell neue Freunde kennen, den Zwerg Trurre, den Barden Garness und die ruppige Hadmut. Die Prinzessin Vanandel hingegen, die auf Schloß Raakus lebt, möchte am liebsten aus ihren gesellschaftlichen Zwängen ausbrechen. Ihre Zwangsverlobung mit einem Langweiler steht vor der Tür, während sie jede Gelegenheit nutzt, verkleidet in die Stadt zu schleichen und ihren Geschäften nach zu gehen. Der Zufall bringt die beiden schließlich zusammen, als Lluis eine Anstellung auf dem Schloß erhält. Hier trifft er auf die geheimnisvolle Elbin Chantreea, die ihn von Anfang an im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert. Doch warum erleidet er immer Schwächeanfälle, sobald er in die Nähe der Elbin kommt?

Fazit: Die Seele der Elben ist High Fantasy vom Feinsten! Sowohl sprachlich als auch inhaltlich weiß die Geschichte voll und ganz zu überzeugen. Elben, Zwerge, Orks, Magier und riesengroße Adler – viele klassische fantastische Figuren haben Einzug in diese Geschichte gehalten, jedoch bewegen sie sich abseits der üblichen Klischees und haben einen ganz eigenen Charakter. Gerade Susanne Gerdoms Version der Orks ist überraschend, witzig und unheimlich sympathisch, bitte mehr davon!


So in etwa hatte ich Chantreea vor Augen:






Ausstattung: Das überformatige Taschenbuch ist ein wahres Schmuckstück im Bücherregal – die tolle Illustration auf tiefblauem Grund, die aufgrund des geschickt gewählten Ausschnitts sehr viel Interpretationsspielraum frei lässt, zieht alle Blicke auf sich.




Susanne Gerdom
Die Seele der Elben
Piper-Verlag
491 Seiten
Taschenbuch
ISBN-13: 978-3492701471
Cover © Piper-Verlag

Die Seele der Elben bei Amazon

Freitag, 11. Juni 2010

Juni-Erinnerung

Erinnerungen an meine Kindheit, als es das Größte war, am Wochenende einen Ausflug mit Opa und Oma zu machen, und dann eine Wiese voller Wildblumen zu entdecken...



Memories of my childhood – going on a weekend trip with Grandpa and Grandma and discovering a meadow full of wild flowers ...

Donnerstag, 10. Juni 2010

Juni-Buch 2

Meridian: Dunkle Umarmung war schon seit geraumer Zeit auf meiner Must-Read-Liste ganz weit oben und da es sich um einen vergleichsweise schmalen Band handelt, der super in die Handtasche passt, habe ich ihn Anfang der Woche einfach mal eingepackt :c)

Zum Inhalt:
Meridian ist ein seltsames Kind – jeden Morgen findet sie nach dem Aufwachen tote Tiere in ihrem Bett, und auch tagsüber steuern sie sterbende Lebewesen zielstrebig an, um bei ihr zu sterben. Dementsprechend ist ihre Kindheit sehr einsam, denn wer möchte schon eine Freundin haben, die den Tod magisch anzuziehen scheint? Auch ihre Eltern halten sie eher auf Abstand, nur ihr kleiner Bruder Sammy liebt sie ohne Wenn und Aber und integriert manchmal sogar die kleinen Tierkadaver in sein Spiel, die mit den Jahren immer größer werden. An Meridians 16. Geburtstag überschlagen sich schließlich die Ereignisse und sie wird Hals über Kopf zu ihrer Tante Merry nach Revelation geschickt, die ihr eröffnet, dass sie eine Fenestra (lat. Fenster) ist, die Seelen beim Übergang in den Himmel hilft. Jetzt mit 16 Jahren ist ihre Gabe voll entwickelt und benötigt Schulung, damit sie zukünftig auch Menschen den Übergang erleichtern kann. Ebenfalls bei Tante Merry lebt der junge Tens, für den Meridian sogleich Gefühle entwickelt. Doch Revelation entpuppt sich bald als heißes Pflaster, denn ein wahnsinniger Priester hat die Kleinstadt fest im Griff und verteufelt unter dem Deckmantel von Bibelzitaten Tante Merry und ihre Schützlinge. Ist er etwa ein Aternocti, der Gegenpart zu den Fenestrae, der Seelen für die Hölle fangen will?

Stil, Sprache, Figuren:
Der Roman wird aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur Meridian Sozu in der Vergangenheitsform erzählt. So kommt man sehr schnell ins Geschehen und erfährt viel über die Gefühlswelt von Meridian, die erst mit 16 erfährt, dass sie eine Fenestra ist, ein Mischwesen aus Engel und Mensch, das Seelen beim Übergang in den Himmel hilft. Bei ihrer Tante Merry, ebenfalls eine Fenestra, und dem jungen Tenskatawa Valdes, kurz Tens, bekommt sie zum ersten Mal in ihrem Leben den Rückhalt und das Verständnis, welches sie sich schon immer ersehnt hat. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer – der furchterregende Priester Perimo, ein vermeintlicher Aternocti, hinter dessen perfekter Fassade sich wahre Abgründe verbergen, hetzt die gesamte Kleinstadt Revelation mit seinen Hass-Predigten gegen das Trio auf und die Situation droht alsbald zu eskalieren. Gerade der Part mit der sektenartigen Kirchengemeinde, die unter dem Deckmantel der Frömmigkeit beginnt, ihre Umgebung von Ungläubigen zu säubern, hat mich unheimlich an Stephen King erinnert, im positiven Sinne. Dadurch wird eine sonderbare, gruselige Atmosphäre geschaffen, die einen schnell in den Bann schlägt. Sprachlich ist die Geschichte eher einfach gehalten, die Sätze sind recht kurz und prägnant, zahlreiche Dialoge fügen sich stimmig in die Handlung ein.

Fazit: Mit Meridian: Dunkle Umarmung ist Amber Kizer ein faszinierender Auftakt gelungen, der nach mehr Geschichten aus der dunkel-schönen Welt der Fenestra verlangt. Erste Liebe, Geheimnisse, düstere Gegenspieler und auch Geborgenheit findet man beim Versinken in den Seiten, die sich geradezu von selbst umblättern. Das Thema Sterben und Tod wird sehr sensibel behandelt und wundervolle Weise in die Handlung eingeflochten, so dass man sich wünscht, es gäbe wirklich Fenestra. Und wer weiß, vielleicht gibt es sie tatsächlich...

Die dazu passende Kritzelei ist dann etwas aufwändiger gewesen als sonst, jedoch verdeutlicht sie sehr gut, was ich beim Lesen vor Augen hatte.




Ausstattung:
Es handelt sich um ein flexibel gebundenes Buch, das von der Festigkeit eher einem Taschenbuch nahe kommt, jedoch wie ein Hardcover aussieht. Der Einband ist sehr hochwertig verarbeitet und glänzt und glitzert wunderschön. Gerade für den günstigen Preis ist das eine tolle Ausstattung, auch wenn das Frauenbild auf dem Cover leider schon für andere Bücher verwendet wurde.





Amber Kizer
Meridian: Dunkle Umarmung
PAN-Verlag
352 Seiten
flexibel gebunden
ISBN-13: 978-3426283011
Cover © PAN-Verlag

Meridian: Dunkle Umarmung bei Amazon

Die ausführliche Rezension bei der Leser-Welt.

Meridian at Amazon

Juni-Kritzelei

Eine kleine Kritzelei von meiner Luna – der leicht genervte Gesichtsausdruck ist Absicht, denn so schaut sie mich im Moment öfter an, wenn ich ihr alle paar Minuten was zu Fressen unter die Nase halte... ;c) Zum Glück nimmt sie mir zuliebe ab und zu ein Bäckchen voll.



A little drawing of my cat luna. She's really annoyed of me trying to feed her all the time.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Juni-Verlosung

Die Leserschaft von Geduldsfaden wächst und wächst und wächst... Grund genug für Vanessa, wieder eine tolle Verlosung zu starten.



Also ganz schnell hin und noch mitmachen!
Zur Glückspilz-Verlosung

Dienstag, 8. Juni 2010

Juni-Holz

Im Moment schwirren mir wieder so viele Ideen im Kopf rum, aber leider fehlt die Zeit. Deshalb mal wieder ein kleiner Lückenfüller, der Ausschnitt einer schönen Holztür in Prag.



So many ideas, so less time...

Montag, 7. Juni 2010

Juni-Lieblingsfolge

Nun, da der zweite Teil von Sex And The City in den Kinos läuft, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um mich an eine meiner Lieblingsfolgen der Serie, die ich komplett in der Schuhbox besitze, zu erinnern.

Es handelt sich um Folge 9 der 6. Staffel, "Das Recht auf Schuhe"


Carrie ist auf der Babyparty ihrer alten Freundin Kyra eingeladen und muss ihre Schuhe ausziehen, als sie die Wohnung betritt. Am Ende der Party sind ihre neuen, teuren High Heels spurlos verschwunden.

Als sie sich einige Tage später nach dem Verbleib der Schuhe erkundigt, wird sie milde belächelt und bekommt halbherzig Geld als Ersatz angeboten. Dann erfährt Kyra jedoch, wie teuer die Schuhe waren, und teilt Carrie mit, dass sie nicht für deren Dekadenz zahlen will. Carrie habe abgesehen davon als Single sowieso keine Ahnung, wo im wirklichen Leben die richtigen Prioritäten liegen, die man mit Mann und Kindern hat.

Carrie ärgert sich unheimlich über die Reaktion ihrer Freundin, die ihren Lebensstil aburteilt und bei deren Verlobung, Hochzeit und insgesamt drei Babyparties sie für Geschenke immer kräftig ins Portemonnaie gegriffen hat. Da ist sie als Single natürlich benachteiligt, denn wann wird im Leben einer Frau etwas gefeiert, das außerhalb von Geburtstagen, Hochzeit und Kindern statt findet?

Am Schluss der Folge spricht sie Kyra folgendes auf den Anrufbeantworter:
"Hi! Hier ist Carrie Bradshaw. Ich wollte euch nur wissen lassen, dass ich demnächst heiraten werde... und zwar mich selbst. Ach so, und meine Hochzeitsliste führt Manolo Blahnik. Also danke, bis dann."

My favourite episode of Sex And The City "A Woman's Right To Shoes" (season 6, episode 9). At the end of it Carrie calls her friend and leaves this message on her voice mail:
"Hi! It's Carrie Bradshaw. I wanted to let you know that I'm getting married - to myself. Oh, and I'm registered at Manolo Blahnik. So... thanks. Bye!"

Sonntag, 6. Juni 2010

Juni-Stein

Heute habe ich das Traumwetter genutzt, um mir eine ordentliche Portion Eis zu gönnen und mein Lieblings-Steingesicht zu besuchen. Meistens sehe ich es nur bei Nacht, was ihm ein weitaus gruseligeres Aussehen beschert. Tagsüber macht es doch einen recht fröhlichen Eindruck ;c)



Today I visited my favourite stone face. I usually see it only at night when it's pretty scary. But in the sun it looked quite happy.

Samstag, 5. Juni 2010

Juni-Schnäppchen

Auch wenn die Flohmarkt-Saison dieses Jahr noch nicht so richtig in die Gänge kommen will, habe ich heute etwas gefunden, was mich für die vergangenen Flauten entschädigt. Schon länger habe ich damit geliebäugelt, mir eine alte Emaille-Kuchenform zuzulegen, um sie im Shabby Chic-Stil zu dekorieren, aber bislang war mir das immer zu teuer. Doch für 2 Euro auf dem Flohmarkt und so richtig schön abgenutzt war das heute ein echter Schnapper :c)



Zunächst werde ich versuchen, mir darin einen schönen kleinen Kräutergarten zu züchten. Falls das scheitert – was bei meinem nicht vorhandenen grünen Daumen durchaus möglich sein kann – kann ich mir auch gut was mit getrockneten Pflanzen und Kerzen vorstellen. Mal abwarten...



My flea market bargain today: an old enamel baking dish, which I would like to use for an herb garden.

Freitag, 4. Juni 2010

Juni-Buch

Zwischen all der "Pflichtlektüre", die auf mich wartet, musste es auch einmal ein ganz "normales" Buch sein, dass ich mir direkt nach Erscheinen gekauft habe – Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe von Suzanne Collins. Es ist bereits der zweite Teil einer Trilogie, auf den ich sehnsüchtigst gewartet habe. Also war mir schon klar, dass, wenn ich mit dem Lesen anfange, ich nicht mehr so schnell aufhören werde. An dem Tag, als ich es zur Hand nahm, konnte ich zwei Zugfahrten sinnvoll nutzen, den gesamten späteren Abend und um halb 3 Uhr morgens hatte ich es schließlich zu Ende gelesen... wahrscheinlich war der doppelte Espresso, den ich erst zu später Stunde getrunken hatte, nicht unschuldig an meinem Wachheitsgrad, doch auch die Geschichte hat mich, wie schon bei Teil 1, dermaßen gefesselt, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Eine kleine Kritzelei – ein Spotttölpel, das Symbol der Veränderung in Panem.



Zum Inhalt: Nachdem Katniss es durch eine List geschafft hat, zusammen mit ihrem Freund Peeta lebend als Sieger aus den alljährlichen, grausamen Hungerspielen hervor zu gehen, werden die beiden ununterbrochen beobachtet und sind gezwungen, ein glückliches, verliebtes Paar darzustellen. Für Peeta ist das kein Problem, er muss seine Gefühle nicht spielen, doch Katniss kann nach der schrecklichen Zeit in der Arena nicht unterscheiden: Ist es Liebe, die sie für Peeta empfindet? Oder ist es nur Dankbarkeit, eine Verbundenheit aufgrund der gemeinsamen Erlebnisse oder gar ihr schlechtes Gewissen? Und was bedeutet ihr Gale, ihr engster Freund seit Kindheitstagen, dem sie bislang am meisten vertraute? Als nächstes steht eine Tour durch sämtliche Distrikte an, auf der Katniss demonstrieren muss, dass es nur an ihrer Liebe zu Peeta lag, dass sie die strikten Regeln des Kapitols überwinden konnte. Doch es steht nicht nur ihre eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel, das Kapitol selbst schaltet sich ein, da das gesamte Volk aufgrund von Katniss cleveren Schachzug nun die Führung in Frage stellt. Aufrührerische Stimmen werden laut, Rebellen schließen sich zusammen, Aufstände brechen hervor... und das Kapitol zieht schließlich in einer Art und Weise die Konsequenzen, mit denen keiner gerechnet hätte.

Fazit: Endlich geht es weiter mit der Trilogie aus der erschreckend-faszinierenden Welt von Panem. Der Sieg von Katniss und Peeta bei den Hungerspielen hat einen Funken bei den unterdrückten Menschen der zwölf Distrikte entzündet, der nun zu einem Flächenbrand zu werden droht. Doch auch im Herzen der Leser brennt die Flamme für die Panem-Bücher lichterloh! Grundsätzlich sind Zwischenteile immer eine Sache für sich, sie müssen eine gewisse Eigenständigkeit bewahren, aber auch einen optimalen Übergang zwischen Anfang und Finale schaffen. Das ist mit Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe mehr als gelungen. Zerrissen zwischen Liebe und Verpflichtung versucht Katniss einen Weg zu finden, der sie alle glücklich macht, und wächst so über sich hinaus. DAS Lese-Highlight des Sommers 2010, ich kann Teil 3 kaum noch erwarten!

Ausstattung: Es handelt sich um ein gebundenes Buch mit Schutzumschlag. Hierauf ist passend zum ersten Teil wieder ein Gesicht zu sehen, das von rötlichen Blättern verdeckt wird, auf denen Wassertropfen abgebildet sind. Auge, Schriftzug und ein paar Tropfen sind zusätzlich lackiert und unterstreichen die wertige Ausstattung des Buches. Das herbstliche Aussehen der Blätter verdeutlicht sehr gut das Fortschreiten der Handlung, ich bin gespannt, ob der dritte Teil winterlich sein wird – passen würde es jedenfalls.




Suzanne Collins
Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe
Oetinger-Verlag
432 Seiten
gebunden
ISBN-13: 978-3789132193
Cover © Oetinger-Verlag

Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe bei Amazon

Die Rezensionen zu Teil 1 und 2 bei der Leser-Welt.

Hunger Games 2 at Amazon

Donnerstag, 3. Juni 2010

Juni-Elfe

Vor vielen Jahren fand ich in Belgien in Oostende mein persönliches Highlight – ein ganzes Haus voller Elfen und fantastischer Geschöpfe, mit Namen Sassafras. Leider haben meine Internet-Recherchen ergeben, dass es inzwischen die Pforten geschlossen hat.

Da mir die Bilder von damals immer noch sehr gut gefallen, werde ich hier ab und an eins posten. Denn Elfen gibt es überall ;c)

Mittwoch, 2. Juni 2010

Juni-Lesung

Der neue Monat hat schon sehr früh einige Highlights zu verzeichnen. Heute war es die Lesung von Paul Stewart, untermalt von Chris Riddells außergewöhnlichen Illustrationen im Buch- und Kulturzentrum in der Villa Herrmann in Gustavsburg. Dank meiner lieben Freundin Anette, die zum Thema Bücher wirklich fast alles weiß, erfuhr ich von der heutigen Veranstaltung, die ich mit ihr zusammen besuchte. In unserem Gepäck einige Bücher der beiden, die wir uns natürlich gern veredeln lassen wollten. Während Anette zumindest auch etwas für ihre kleine Tochter und ihre weniger kleine Nichte signieren ließ, war ich mit drei Büchern nur für mich allein am Start. Die Frage von Paul Stewart kam dann etwas überraschend. "How old is Ina?"... Öhm. "Ina is 31, but also a big fan!" versuchte ich einnehmend lächelnd zu antworten. Naja, zumindest die Veranstalter waren sehr begeistert vom Altersquerschnitt der Besucher, da sowohl Eltern mit ihren Kindern, als auch Teenager und einzelne Erwachsene anwesend waren.




Das sympathische Autorenduo erzählte einiges darüber, wie die beiden zueinander fanden – eigentlich war es mehr eine geografische Begebenheit, die sie miteinander verband, da sie im selben Ort wohnen. Paul Stewart zunächst auf dem Hügel, Chris Riddell unten, inzwischen sind sie direkte Nachbarn in der "besseren" Gegend am Fuß des Hügels und können sich gegenseitig in die Fenster schauen. In der Mitte des Hügels ist eine Kneipe, in der sie sich später oft zum "Arbeiten" trafen. Da die Söhne der beiden im gleichen Kindergarten waren, war der Kontakt schnell hergestellt. Als Paul Stewart schließlich daran scheiterte, seine eigenen Geschichten kindgerecht zu illustrieren, erinnerte er sich an Chris und sprach ihn an. Schnell merkten sie, dass sie auf einer Wellenlänge waren und gestalteten so zunächst einige Kindergeschichten, bis sie die Welt der Klippenland-Chroniken erfanden.




Während der lebhafte Paul Stewart, der einige Jahre in Deutschland lebte, bei der heutigen Lesung hauptsächlich sprach und las, zeichnete Chris Riddell unermüdlich die Helden ihrer Bücher auf Flip Charts. Es war unglaublich faszinierend zu beobachten, wie innerhalb weniger Minuten detailreiche Wesen auf das weiße Papier gebracht wurden, während Paul Stewart mit seiner witzigen Art für den Großteil der Unterhaltung sorgte. Doch auch Chris Riddel kam ab und an zu Wort, verdeutlichte die Perspektive des Illustrators gegenüber eines Autors und überraschte mit seinem pointierten schwarzen Humor.

Die Geschichten von Paul Stewart und Chris Riddel können nicht einfach nach Autor und Illustrator getrennt betrachtet werden, beide Komponenten sind miteinander verschmolzen und bilden so eine Einheit, in der jeder Satz und jede Illustration von beiden etwas in sich trägt. Das merkt man auch, wenn man sie persönlich erlebt. Deshalb sind ihre Bücher etwas ganz besonderes!

Meine Rezensionen bei der Leser-Welt zu Chris Riddells Irgendwie Anders und Der Prinz von Anderswo.

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